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Die Beteiligungen des Dietmar Hopp Vom Fußball bis zur Krebsforschung

Sonne strahlt neben SAP Logo

SAP
Der im Dax notierte Softwarekonzern gehört heute zu den ganz Großen der Branche und ist das einzige deutsche IT-Unternehmen von Weltruf, das dem amerikanischen Silicon Valley Paroli beiten kann. Die Gründung geht auf das Jahr 1972 zurück, als sich der ehemalige IBM-Systemberater Dietmar Hopp und weitere Mitstreiter selbstständig machten. Ursprünglich stand das Logo SAP für "Systemanalyse und Programmentwicklung". Vor allem mit betriebswirtschaftlicher Software erlebte das Unternehmen spätestens ab den 80er-Jahren ein stürmisches Wachstum. SAP macht heute knapp 17 Milliarden Euro Umsatz im Jahr und hat eine Marktkapitalisierung von rund 68 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis lag 2013 bei 4,5 Milliarden Euro. Dietmar Hopp hält heute noch 9,2 Prozent der Anteile. Mehr zum Thema: SAP und das Dilemma mit Hana

Die Beteiligungen des Dietmar Hopp Vom Fußball bis zur Krebsforschung

Sonne strahlt neben SAP Logo

SAP
Der im Dax notierte Softwarekonzern gehört heute zu den ganz Großen der Branche und ist das einzige deutsche IT-Unternehmen von Weltruf, das dem amerikanischen Silicon Valley Paroli beiten kann. Die Gründung geht auf das Jahr 1972 zurück, als sich der ehemalige IBM-Systemberater Dietmar Hopp und weitere Mitstreiter selbstständig machten. Ursprünglich stand das Logo SAP für "Systemanalyse und Programmentwicklung". Vor allem mit betriebswirtschaftlicher Software erlebte das Unternehmen spätestens ab den 80er-Jahren ein stürmisches Wachstum. SAP macht heute knapp 17 Milliarden Euro Umsatz im Jahr und hat eine Marktkapitalisierung von rund 68 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis lag 2013 bei 4,5 Milliarden Euro. Dietmar Hopp hält heute noch 9,2 Prozent der Anteile. Mehr zum Thema: SAP und das Dilemma mit Hana

Dietmar Hopp feiert mit der Fußballmannschaft der TSG Hoffenheim den Aufstieg in die 1. Bundesliga

Fubball-Fan Dietmar Hopp feiert mit der Mannschaft der TSG Hoffenheim
Durch das Engagement beim Fußball-Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim ist Dietmar Hopps Leidenschaft für das Sport-Sponsoring erst richtig bekannt geworden. Er brachte den Verein der 3.000-Seelen-Gemeinde von der Kreisklasse 2008 bis in die Bundesliga. Seitdem hat er über 200 Millionen Euro investiert, was ihn bei der etablierten Konkurrenz nicht beliebter gemacht hat. Allerdings hat er nicht nur in den Profibereich, sondern gerade auch in die Jugendarbeit in der Region investiert. Besonders kleine Vereine wurden und werden zahlreich unterstützt. In Sinsheim, direkt an der Autobahn, steht das 30.000 Zuschauer fassende Stadion der TSG, das ohne Hopps Mittel nie gebaut worden wäre. Pikanterie am Rande: Hopp bewahrte sogar den einstigen Erstligisten und Erzrivalen Waldhof Mannheim vor der Pleite.

Eishockey Mannschaft Adler Mannheim

Eishockey-Mannschaft Adler Mannheim
Auch von Hopp gesponsort: Die Eishockey Bundesliga-Mannschaft der Adler Mannheim. Ohne Hopps Engagement hätte der deutsche Rekordmeister wohl keine Überlebenschance gehabt.
Engagiert ist er darüber auch beim Handball-Bundeligisten Rhein-Neckar-Löwen. Eine weitere große Leidenschaft des Mäzens ist der Golfsport. Auch hier ist Hopp mit der Anlage eines Golfplatzes in St.-Leon Rot bei Heidelberg in die Vollen gegangen. Zudem betreibt er dort ein Zentrum für Nachwuchsgolfer.

Luftaufnahme der SAP Arena

SAP Arena
Die moderne SAP Arena, 2005 eröffnet und ein weiteres Projekt des Sportmäzens. Spielort für die Eishockeymannschaft Adler Mannheim und die Handballer der Rhein-Neckar-Löwen. Dazu werden Konzerte und andere Großveranstaltungen abgehalten. Geschäftsführer des Arena-Betreibers ist übrigens Hopps Sohn Daniel.

Screenshot der Website der Dietmar Hopp Stiftung

Die Dietmar Hopp Stiftung wurde 1995 gegründet, wobei Hopp das Stiftungsvermögen in Form eigener SAP-Aktien einbrachte. Ziel der Stiftung ist es, sich für gemeinnützige Zwecke zu engagieren beispielsweise im Sport, der Medizin oder der Bildung. Die Stiftung, die sich vorrangig auf Projekte im Rhein-Neckar-Raum konzentriert, gehört zu den Größten in Europa und hat bisher über 350 Millionen Euro ausgeschüttet (Stand: September 2013).

Dievini Website Screenshot

Biotech-Holding Dievini
Neben dem Sport investiert Dietmar Hopp in Biotechnologie. Vor allem gegen schwerste Erkrankungen wie Krebs, Alzheimer oder HIV forschen die in der Biotech-Holding Dievini gebündelten Unternehmen. Dievini wurde von Dietmar Hopp 2005 gemeinsam mit Friedrich von Bohlen und Christof Hettlich geründet. Letztere stehen der Gesellschaft vor und sitzen darüber hinaus in zahlreichen Beiräten der enthaltenen Unternehmen. Die Beteiligungen sind nur teilweise börsennotiert.

Bilder von der Unternehmenswebsite mit Bürogebäude und Laborszenen

Curevac
Einer der großen Hoffnungsträger der Dievini, die nach Meinung von Dievini-Geschäftsführer Friedrich Bohlen die neue Genentech werden könnte (das amerikanische Biotech-Unternehmen ist mit Antikörpern erfolgreich und wurde 2009 für 46 Milliarden Dollar an den Schweizer Pharma-Multi Roche verkauft).
Er begründet seinen Optimismus mit den Fortschritten der Firma auf dem Feld der Tumor-Immuntherapie. Dabei spielen Botenstoffe (sogenannte RNA) eine wichtige Rolle, die aber bisher nicht sehr stabil waren. Hier sind nun Fortschritte gemacht worden, die auch bei anderen schweren Krankheiten wie beispeilsweise HIV genutzt werden können. Dabei sind direkte Eingriffe ins Erbgut, gegen die es bisher verbreitet Bedenken gab, nun nicht mehr notwendig. Am Ende soll ein Impfstoff unter anderem gegen Prostata-Krebs stehen, der häufigsten Krebserkrankung bei Männern. Dievini hält rund 90 Prozent.

<b>Sygnis Pharma</b><br />Sygnis ist ein börsennotiertes deutsch-spanisches Gemeinschaftsunternehmen, das unter anderem auch zum Konsolidierungskreis der Hopp-Beteiligungen gehört. Es ist auf dem Forschungsfeld der Molekularbiologie tätig und hier besonders mit der Amplifikation, also der Vermehrung von DNA-Teilen, beschäftigt. Dievine ist mit rund zehn Prozent beteiligt. Das Unternehmen ist Ende 2006 aus der Umfirmierung der Lion Bioscience AG hervorgegangen.  : Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

Sygnis Pharma
Sygnis ist ein börsennotiertes deutsch-spanisches Gemeinschaftsunternehmen, das unter anderem auch zum Konsolidierungskreis der Hopp-Beteiligungen gehört. Es ist auf dem Forschungsfeld der Molekularbiologie tätig und hier besonders mit der Amplifikation, also der Vermehrung von DNA-Teilen, beschäftigt. Dievine ist mit rund zehn Prozent beteiligt. Das Unternehmen ist Ende 2006 aus der Umfirmierung der Lion Bioscience AG hervorgegangen.

<b>Wilex</b><br />Eine der bekannteren, weil auch börsennotierten Beteiligungen ist die Wilex AG, an der Dievini rund 28 Prozent hält. Während Wilex zuletzt beim Krebsmedikamnt Recarex einen herben Rückschlag hinnehmen musste, war sie offenbar auch im Bereich "Drug Delivery" nicht erfolgreich genug. Damit ist der intelligente Transport des Wirkstoffs zum Ziel, der Krebszelle, gemeint. Kernstück der Wilex ist heute die ehemalige Heidelberg Pharma. Auch die abgewickelte Curacyte AG, die ebenfalls im Dievini-Portfolio enthalten war, ist in die Wilex eingebracht. Jüngst musste Wilex die Einstellung der Forschung und die Entlassung eines Großteils der Mitarbeiter bekannt geben.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

Wilex
Eine der bekannteren, weil auch börsennotierten Beteiligungen ist die Wilex AG, an der Dievini rund 28 Prozent hält. Während Wilex zuletzt beim Krebsmedikamnt Recarex einen herben Rückschlag hinnehmen musste, war sie offenbar auch im Bereich "Drug Delivery" nicht erfolgreich genug. Damit ist der intelligente Transport des Wirkstoffs zum Ziel, der Krebszelle, gemeint. Kernstück der Wilex ist heute die ehemalige Heidelberg Pharma. Auch die abgewickelte Curacyte AG, die ebenfalls im Dievini-Portfolio enthalten war, ist in die Wilex eingebracht. Jüngst musste Wilex die Einstellung der Forschung und die Entlassung eines Großteils der Mitarbeiter bekannt geben.

Screenshots der Website von Agennix

Agennix AG
Dass Engagements in Biotechnologie mit hohen Risiken verbunden sind, zeigt das Schicksal der Agennix AG. Die Gründung geht auf das Jahr 1997 zurück, als sich die ursprünglich als GmbH gegründete Vorgängergesellschaft in GPC Biotech AG umbenannte. Die Aktie wurde im Jahr 2000 an die Börse gebracht. Am damaligen Neuen Markt besorgte sich das Unternmehmen frisches Geld. Anfang 2009 verschmolz GPC, die noch bis Ende 2007 im TecDax enthalten war, mit der der amerikansichen Agennix. GPC stand nach dem Scheitern seines wichtigsten Krebsmittels Satraplatin vor dem Aus, wurde aber durch die Fusion zunächst gerettet. Agennix hatte nach ersten positiven Studiendaten große Hoffnungen auf das Medikament Talactoferrin gesetzt, das zur Behandlung von Lungenkrebs und von schweren Blutvergiftungen eingesetzt werden sollte. In späteren Studien erwies sich das Mittel aber nicht als wirksam. Im Mai 2013 beschloss die Hauptversammlung die Auflösung, seitdem wird das Unternehmen abgewickelt.