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Die Baustellen der DWS Überblick

DWS Sparschwein und Geldscheine

Zu hohe Abflüsse
Die fortlaufenden Netto-Abflüsse dürften derzeit das größte Problem der DWS sein. Im ersten Quartal lagen sie bei 7,8 Milliarden Euro, im zweiten Quartal bei 4,9 Milliarden Euro. Hier waren Rentenfonds (minus 5,5 Milliarden Euro) und Aktienfonds (minus 2,0 Milliarden Euro) die problematischsten Bereiche.

Die Baustellen der DWS Überblick

DWS Sparschwein und Geldscheine

Zu hohe Abflüsse
Die fortlaufenden Netto-Abflüsse dürften derzeit das größte Problem der DWS sein. Im ersten Quartal lagen sie bei 7,8 Milliarden Euro, im zweiten Quartal bei 4,9 Milliarden Euro. Hier waren Rentenfonds (minus 5,5 Milliarden Euro) und Aktienfonds (minus 2,0 Milliarden Euro) die problematischsten Bereiche.

Donald Trump verkündet US-Steuerreform

Folgen der US-Steuerreform
Ein Teil der Abflüsse dürfte auf Effekte der US-Steuerreform zurückzuführen sein. Der Technologiekonzern Cisco hatte alleine fünf Milliarden Dollar an Mitteln aus DWS-Fonds abgezogen, um sie in die USA zurück zu transferieren. Sollten andere US-Unternehmen dem Beispiel folgen, könnten noch gewaltige Abflüsse auf die DWS zukommen. Ingesamt stammen 27 Prozent der 687 Milliarden Euro, die die DWS verwaltet, aus den USA.

DWS Verwaltetes Vermögen

Unzeitgemäße Strategie
Die Ausrichtung auf die klassischen Asset-Klassen, Aktien und Renten mit Schwerpunkt Europa, stand der DWS jahrzehntelang gut zu Gesicht. Experten sehen derzeit aber dadurch Konnkurrenten wie die französische Amundi im Vorteil; hier wird stark auch auf das margenstärkere Geschäft mit alternativen Investments wie Hedgefonds gesetzt. Zudem ist Amundi stärker in Asien engagiert. Während Amundi seine Gewinne im ersten Halbjahr deutlich steigern konnte, gingen sie bei der DWS ebenso deutlich zurück.

Tim Albrecht, DWS

Problematische Personalien
Der Weggang von Fondsmanager-Persönlichkeiten wie Henning Gebhardt und Tim Albrecht sind keine Randnotiz für eine große Fondsgesellschaft. Nicht nur Anleger, sondern auch Rating-Agenturen und Dachfonds-Manager schauen sich die Fondslenker ganz genau an. Morningstar etwa hält die Lücke, die Albrechts Weggang riss, für "schwierig zu schließen".

Dividende

Falscher Fondsfokus
Fondsprodukte mit Orientierung an dividendenstarken Aktien sind seit Jahren in Mode, haben aber zuletzt den Markt deutlich underperformt. Das gilz zum Beispiel auch für eines der Flaggschiffe der DWS, den DWS Top Dividende. Der relative Misserfolg in der Wertentwicklung hat entsprechend auch viele Anleger vergrätzt. Ingesamt liegen noch rund 25 Milliarden Euro in DWS-Fonds mit Dividenden-Schwerpunkt.

ETF-Buchstaben aus Euroscheinen

Kostendruck bei ETFs
Zwar kompensierten die Zuflüsse in die Indexfonds (im zweiten Quartal 2,9 Milliarden Euro) die Abflüsse in den aktiv gemanagten Fonds zum Teil. Doch im Markt der Indexfonds weht ein eisiger Wind des Kostendumpings unter den großen Wettbewerbern. Vanguard und Fidelity hatten den Preiskampf zuletzt noch verschärft. Die Managementgebührenmarge bei der DWS ging deshalb auch im Quartal um 0,3 auf 30,7 Basispunkte zurück.

Deutsche Bank-Türme

Belastung durch Konzernmutter
Eine Tochter der "Krisenbank" Deutsche Bank zu sein, das empfindet auch DWS-Chef Nicolas Moreau als wenig hilfreich. Die Marketing-Kampagne, bei der die Fonds wieder klar als "DWS" gelabelt werden, soll dabei Abhilfe schaffen. Bislang gelingt es dem Unternehmen aber nicht, sich wirklich vom Stammhaus freizuschwimmen.

<strong>Schwacher </strong><strong>Aktienkurs</strong><br/>Die Kursentwicklung dürfte nicht nur dem DWS-Management schwer im Magen liegen. Der Plan, sich als internationale Fondsgröße zu etablieren, ging bislang an der Börse nicht auf. Der französische Konkurrent Amundi ist derzeit rund doppelt so viel wert. Auch dem Großaktionär Deutsche Bank passt der Kursverfall gar nicht ins Konzept. Dem Mutterhaus gehören noch 78 Prozent der Anteile, mehr als 22 Prozent konnte man bereits beim Börsengang mangels Interesse nicht verkaufen. <br/><br/><em>Mehr zum Thema: </em><a href="" externalId="774b112e-3aa2-4c06-81e8-0f60ed89718d"><em>DWS im Stress</em></a>: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 6 Monate

Schwacher Aktienkurs
Die Kursentwicklung dürfte nicht nur dem DWS-Management schwer im Magen liegen. Der Plan, sich als internationale Fondsgröße zu etablieren, ging bislang an der Börse nicht auf. Der französische Konkurrent Amundi ist derzeit rund doppelt so viel wert. Auch dem Großaktionär Deutsche Bank passt der Kursverfall gar nicht ins Konzept. Dem Mutterhaus gehören noch 78 Prozent der Anteile, mehr als 22 Prozent konnte man bereits beim Börsengang mangels Interesse nicht verkaufen.

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