MAN-Logo in dem sich ein LKW spiegelt

Dicke Luft bei MAN

Stand: 29.09.2020, 16:20 Uhr

Der Münchner Nutzfahrzeughersteller MAN geht vor den Verhandlungen über den Abbau von 9.500 Arbeitsplätzen auf Konfrontationskurs mit Betriebsrat und Gewerkschaft. Der Vorstand von MAN Truck & Bus kündigte heute vorzeitig den Beschäftigungs- und Standort-Sicherungsvertrag zum Ende des Monats, mit dem bis 2030 betriebsbedingte Kündigungen für die Mitarbeiter in Deutschland und Österreich ausgeschlossen sein sollten.

MAN stellte den Arbeitnehmern zugleich ein Ultimatum: Nur wenn man sich mit der IG Metall und dem Betriebsrat bis zum Jahresende einige, könnten die Verträge "ganz oder teilweise" wieder in Kraft treten. "Das ist ein Bruch mit unserer Kultur und ein Angriff auf die gesamte Volkswagen-Familie", erklärte VW-Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh. MAN gehört als Tochter der Nutzfahrzeug-Sparte Traton zum Wolfsburger Autobauer.