Dialog Semiconductor
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Zusammenschluss mit US-Konkurrent Dialog-Aktie im Übernahmefieber

Stand: 11.06.2018, 08:11 Uhr

Das TecDax-Unternehmen steht nach Medienberichten in Fusionsgesprächen mit einem US-Konzern. Ein Deal, der ein Befreiungsschlag für Dialog sein könnte. Denn im Geschäft mit dem wichtigen Kunden Apple bröckeln die Umsätze.

Der Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitagabend elektrisierte die Aktien sowohl von Dialog Semiconductor im späten Handel als auch die des möglichen Fusionspartners Synaptics. Die Aufwärtsbewegung, die Dialog-Papiere im späten Handel vor dem Wochenschluss begonnen hatten, könnte sich am Montag fortsetzen.

Größere Produktpalettem, weniger Abhängigkeit

Experten, etwa vom Analysehaus RBC, halten einen solches Zusammengehen für einen sinnvollen strategischen Schritt. Synaptics ist Spezialist für Tochscreens für Smartphones. Laut den Analysten könnte Dialog seine Powermanagement-Chips damit in einer größeren Palette von Produkten anbieten.

Der Deal, zu dem die Beteiligten sich noch in Stillschweigen hüllen, könnte Dialog auch ein wenig unabhängiger vom wichtigen Kunden Apple machen. Dieser hatte vor wenigen Wochen angekündigt, künftig generell weniger Halbleiter-Produkte und Komponenten von Zulieferern für seine iPhones beziehen zu wollen, so berichteten es in der vergangenen Woche nochmals mehrere Medien. Offiziell ist über die Zahlen der Lieferanten für Apple wenig bekannt.

Partner ebenfalls angeschlagen

Synaptics wäre mit einem derzeitigen Marktwert von 1,6 Milliarden Dollar ein wenig größer als Dialog. Das Unternehmen hatte in den vergangenen Monaten ebenfalls mit einem sinkenden Aktienkurs zu kämpfen. Von einem Allzeithoch bei 100 Dollar vor drei Jahren hat sich die Aktie bis zum Freitag annähernd halbiert. Die Profite bei Synaptics waren zuletzt zurückgegangen.

Noch schlimmer hatte es zuletzt die Dialog-Aktie erwischt. Notierte der Titel noch im Herbst 2017 bei mehr als 40 Euro, ging es bis auf 15 Euro Anfang Juni bergab für eine gründliche Erholung können die Aktie und das Unternehmen neue Wachstums-Perspektiven dringend gebrauchen.

AB