Flaggen der Deutschen Post AG, Deutsche Post DHL-Group und DHL
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Auf Rekordkurs Deutsche Post - Weihnachten kann kommen

Stand: 09.11.2017, 10:10 Uhr

Der Boom des Onlinehandels beschert der Deutschen Post ein wachstumsstarkes Geschäftsmodell. So auch im dritten Quartal. Die hohen Erwartungen der Anleger steigen aber mit dem Boom ebenfalls.

Trotz guter Zahlen im Sommerquartal startete die Aktie im Leitindex Dax am Morgen denn auch mit Kursverlusten. Händler bemängelten, dass die Zahlen des gelben Logistikers angesichts der hohen Erwartungshaltung nicht gut genug seien, um den Markt zu überzeugen. Mittlerweile haben sich die Anfangsbedenken aber wieder verflüchtigt, das Papier ist nach den Geschäftszahlen zum dritten Quartal wieder ins Plus gedreht.

Deutsche Post: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
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Während der Umsatz im Quartal mit 14,6 Milliarden Euro etwa die Analystenschätzungen erreichte, blieb die Post beim Betriebsergebnis (Ebit) mit 834 Millionen Euro unter den Erwartungen, die im Schnitt bei 846 Millionen Euro lagen. Die Erlöse kletterten dabei im Jahresvergleich um 5,6 und das Ebit um 10,5 Prozent. Netto blieben mit 641 Millionen Euro 3,7 Prozent mehr in der Kassen.

Eine Relation, die Post-Chef Frank Appel glücklich macht: "Erfreulich ist, dass unser operatives Ergebnis weiterhin noch stärker zulegt als unsere Erlöse."

Der Blick geht in Richtung Weihnachten

Appel setzt im Ausblick ganz auf ein "starkes Weihnachtsgeschäft" und auch Vorstandskollege Jürgen Gerdes ist zuversichtlich. Er erwartet im Paketgeschäft neue Höchstwerte von "signifikant über acht Millionen" am Tag und an Spitzentagen sogar bis zu 8,7 Millionen.

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post, Frank Appel

Frank Appel, Vorstandsvorsitzender Deutsche Post. | Bildquelle: colourbox.de

Auch im Hinblick auf die Jahresprognose bleibt Appel zuversichtlich und bestätige die Zielsetzung, das Ebit von 3,5 Milliarden Euro im Vorjahr auf 3,75 Milliarden Euro in diesem Jahr steigern zu wollen. Vielleicht hatten hier einige optimistische Marktteilnehmer eine noch höhere Zielsetzung erwartet.

Lange Zeit das Sorgenkind der Post war die Frachtsparte. Hier hat sich die Lage allerdings nach der Lösung von Schwierigkeiten mit der IT verbessert. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 6,3 Prozent auf 67 Millionen Euro. Allerdings kritisierten die Analysten von Bernstein Reserarch eine anhaltend schwache Entwicklung in diesem Bereich und sehen deshalb sogar das strategische Ziel bis zum Jahr 2020 in Gefahr. Der Postchef hält bis zu diesem Zeitpunkt ein Ebit von 4,9 Milliarden Euro für realistisch.

Börsenliebling Postaktie - Rekordniveau

Deutsche Post: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr
Kurs
31,60
Differenz relativ
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Die Anleger sind von der von der Aktie Gelb sehr angetan, der Chart spricht für sich. In diesem Jahr legte der Kurs um gut 28 Prozent zu, befindet sich damit in einem stabilen Aufwärtstend und steht bei Kursen über 40 Euro so hoch wie noch nie. Weihnachten kann da getrost kommen.

rm

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Lindt & Sprüngli NA
Die klassische Weihnachtsaktie ist der Schweizer Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli - eigentlich. Zwar überfluten die Lindt-Weihnachtsmänner jedes Jahr die Supermärkte von ganz Europa, doch hat sich die Aktie in den letzten Jahren als Ladenhüter erwiesen. Das Problem: In Nordamerika läuft das Schokoladengeschäft eher schleppend, der Umsatz ist im ersten Halbjahr sogar gesunken. Anleger können aber auf eine üppige Dividene hoffen. In diesem Jahr hat Lindt 880 Franken je Namensaktie ausgeschüttet.