Deutsche Börse in Eschborn bei Frankfurt

Gewinn steigt um zehn Prozent Deutsche Börse fast schon langweilig gut

Stand: 17.02.2020, 19:41 Uhr

Aktionäre des Frankfurter Börsenbetreibers konnten mit ihre Aktie zuletzt wirklich zufrieden sein. Die Jahreszahlen bestätigen den Wachtsumstrend, aber einige hatten wohl noch mehr erwartet.

Die Deutsche-Börse-Aktie gibt nach dem Zahlenwerk des Frankfurter Dax-Konzerns im Späthandel leicht nach. Wie erwartet hat das Unternehmen 2019 Umsatz und Ergebnis gesteigert und bleibt damit auf Wachstumskurs. Auch im Ausblick auf das laufenden Jahr zeigte sich der Börsenbetreiber zuversichtlich. Das war aber auch erwartet worden.

Leicht unter Erwartungen

Die Erlöse legten 2019 um sechs Prozent auf 2,9 Milliarden Euro zu, wie der Dax-Konzern am Montagabend nach Handelsschluss mitteilte. Der bereinigte Überschuss stieg um zehn Prozent auf 1,1 Milliarden Euro bzw. 6,03 Euro je Aktie. Die Dividende soll um sieben Prozent oder 0,20 Euro auf 2,90 Euro erhöht werden. "Mit einer Erhöhung der Dividende um sieben Prozent auf 2,90 Euro beteiligen wir unsere Aktionäre an diesem Erfolg", sagte Finanzchef Gregor Pottmeyer.

Mit ihren Zahlen schnitt die Börse etwas schlechter ab als von Experten erwartet. Von der Börse selbst befragte Analysten hatten im Schnitt Erlöse von 2,92 Milliarden Euro, einen Gewinn je Aktie von 6,04 Euro und eine Dividende von 2,94 Euro je Aktie erwartet. Für 2020 plane der Konzern einen weiteren Anstieg der Nettoerlöse aus strukturellen Wachstumschancen von mindestens fünf Prozent. Der bereinigte Konzernüberschuss soll auf rund 1,20 Milliarden Euro klettern.

Aktienkurs kennt nur den weg nach oben

Mit dem Aktienkurs geht es spätestens seit Ende 2016 nur noch nach oben. Das Papier hat, mit kurzen Unterbrechungen, einen soliden Aufwärtstrend aufgebaut, der im vergangenen Jahr und in diesem Jahr zunehmend steiler geworden ist. Die Erwartungshaltung des Marktes ist also hoch, wenn es um die Deutsche Börse geht.

Morgen ab 9:30 Uhr hält die Deutsche Börse ihre Bilanzpressekonferenz in Frankfurt ab, ab 14:00 Uhr gibt es eine Telefonkonferenz mit Analysten.

rtr/rm