Deutsche Bank und USA-Fahne nebeneinader

Deutsche Bank vor neuer Klage in den USA

Stand: 22.04.2020, 11:52 Uhr

Deutsche Bank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Der Deutschen Bank droht neuer Ärger in den USA. Eine Klägerin aus Puerto Rico wirft dem Geldhaus und neun weiteren Banken vor, beim Handel von Unternehmensanleihen jahrelang zu hohe Preise verlangt zu haben. Teilweise seien bei den Orders Preisdifferenzen von bis zu 300 Prozent entstanden, hieß es in der Klageschrift.

Zu den beschuldigten Instituten zählen neben der Deutschen Bank die US-Häuser JPMorgan, Bank of America, Goldman Sachs, Morgan Stanley, Citigroup und Wells Fargo. Aufgeführt sind auch die britischen Banken Barclays und Royal Bank of Scotland sowie die Credit Suisse aus der Schweiz.
Ob solche Klagen in konkrete Verhandlungen münden, ist nicht vorherzusehen. Vor dem Gericht in Manhattan wurden in der Vergangenheit bereits Dutzende von Privatklagen verhandelt, in denen Kreditinstitute der Manipulation an Anleihen-, Rohstoff- und Devisenmärkten beschuldigt wurden. In einigen Fällen gab es Vergleiche in Milliardenhöhe.