Fassade der Deutschen Bank, 60 Wall Street, New York

Künftig nicht nur eine andere Hausnummer Deutsche Bank: Bye Bye Wall Street...

Stand: 07.05.2018, 08:41 Uhr

… hello Columbus Circle! Die Deutsche Bank verlässt zwar ihr imposantes Hauptquartier an der 60 Wall Street. Aber dafür hat man am Columbus Circle bald einen hübschen Blick auf den Central Park.

Deutsche Bank: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
7,86
Differenz relativ
+5,81%

Es wird allerdings noch etwas dauern: Wie der Finanzdienst Bloomberg berichtet, soll der Umzug erst im dritten Quartal 2021 beginnen. Die Bürofläche im neuen Gebäude am One Columbus Circle, dem 2004 fertig gestellten Time Warner Center, soll rund 30 Prozent kleiner sein. Ob der Umzug im direkten Zusammenhang mit der Entscheidung des neuen Vorstandschefs Christian Sewing steht, das US-Geschäft und das Investmentbanking zu verkleinern, ist nicht gewiss.

Viele Banken verlassen die Wall Street  

Bloomberg zitiert aus einem Memo von Tom Patrick, dem Amerika-Chef des Finanzinstituts, wonach der Prozess bereits vor 16 Monaten in Gang gesetzt worden sei. Außerdem haben in der Vergangenheit bereits andere Banken ihre Hauptquartiere in Stadtteile verlegt, die einen bequemeren Zugang zu den Kunden gestatten – und günstiger ist es meistens auch noch.

Der Umzug sei eine Investition in die Kunden, in die Angestellten und in die langfristige Präsenz der Bank in den USA schreibt Patrick.

Eingangshalle der 60 Wall Street

Eingangshalle 60 Wall Street: Schön habt ihr es hier - und so geräumig!. | Bildquelle: Imago

Kein übles Geschäft

Die Deutsche Bank hatte das 227 Meter hohe Gebäude an der 60 Wall Street im Jahr 2001 von JPMorgan für rund 600 Millionen Dollar gekauft, weil das alte Hauptquartier durch den Terroranschlag auf das World Trade Center stark beschädigt wurde. Im Jahr 2007 verkaufte die Bank den Wolkenkratzer an Paramount Group für 1,2 Milliarden Dollar und leaste es zurück.          

ts