Deutsche Bank und USA-Fahne nebeneinader

Nichts als Ärger Deutsche Bank hat auch Trumps Steuerunterlagen

Stand: 28.08.2019, 14:10 Uhr

Die Debatte um die bislang geheim gehaltenen Steuererklärungen von US-Präsident Donald Trump hat wieder Fahrt aufgenommen. Wie heute bekannt wurde, ist die Deutsche Bank im Besitz solcher Unterlagen.

Ob das Frankfurter Geldhaus diese wie vom US-Kongress gefordert auch aushändigen muss, ist allerdings noch offen. Seit die Demokraten im Kongress die Mehrheit übernommen haben, versuchen sie die Herausgabe der Dokumente zu erzwingen.

Die Deutsche Bank erklärte in einer Mitteilung an ein US-Berufungsgericht, sie sei im Besitz von Steuererklärungen. Zwar waren die Namen der betroffenen Personen beziehungsweise Firmen geschwärzt. Die Mitteilung stand aber im Zusammenhang mit einer Anhörung des Gerichts zu dem Thema am vergangenen Freitag. Die Bank lehnte einen Kommentar ab.

Trump wehrt sich gegen Veröffentlichung

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In den USA ist es Tradition, dass der Präsident der Öffentlichkeit Einblick in seine Finanzen gewährt. Trump lehnt dies aber ab. Er und seine Kinder Ivanka, Eric und Donald Jr. wehren sich juristisch dagegen. Im Frühjahr hatte ein Gericht entschieden, dass die Deutsche Bank und das US-Institut Capital One zur Herausgabe von Dokumenten an den US-Kongress verpflichtet sind. Die Anwälte des früheren Immobilien-Moguls und seiner Familie gingen in Berufung und argumentieren, dass es keine rechtmäßige Grundlage für die Dokumenteneinsicht gebe. Die Deutsche Bank hatte erklärt, der Aufforderung des Gerichts Folge zu leisten, wenn ein rechtmäßiges Urteil vorliege.

Wie Capital One in einer Mitteilung an das Gericht schrieb, liegen dem Institut keine Steuererklärungen von Trump vor. Deutschlands größtes Geldhaus hatte Trump vor seiner Präsidentschaft hohe Kredite gewährt. Viele andere Institute hatten das nicht mehr getan. Dokumenten zufolge schuldet Trump der Deutschen Bank Trust Company Americas mindestens 130 Millionen Dollar im Zusammenhang mit Immobilienprojekte.

rtr