Audi-Fahrzeuge stehen im Hafen von Emden zur Verschiffung bereit

Von Audi bis VW Deutsche Autos auf der Überholspur

Stand: 02.08.2019, 09:22 Uhr

Am amerikanischen Automarkt geht es tendenziell nach unten. Doch die deutschen Autohersteller haben sich im Juli überwiegend sehr überzeugend geschlagen. Besonders Mercedes sticht positiv hervor.

Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Die Daimler-Konzernmarke konnte im Juli 24 612 Fahrzeuge absetzen und damit 22,9 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat. Die von der Nutzfahrzeugmarke Vans setzte die Mutter Daimler mit Fahrzeugen wie dem Lieferwagen Sprinter weitere 2.878 Einheiten ab, so dass das Plus insgesamt bei 19,5 Prozent auf 27.546 Fahrzeuge lag.

BMW ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Auch die süddeutsche Konkurrenz aus München legte im Jahresvergleich zu. Allerdings verbuchte BMW nur mit seiner Hauptmarke ein Plus von 4,7 Prozent auf 23.019 Einheiten. Bei der Zweitmarke Mini gab es ein Minus von 34,2 Prozent auf 2.827.

Beim Volkswagen-Konzern verlief der vergangene Monat quer über alle Marken positiv. Am stärksten setzte sich die Tochter Porsche in Szene. Hier lag das Plus bei 23,3 Prozent auf 4.956 sportliche Autos. Damit verbuchten die Stuttgarter den besten Juli in den USA aller Zeiten.

Volkswagen VZ: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Deutlich gemächlicher ging es bei der Tochter Audi zu. Die Ingolstädter verkauften 19.370 Fahrzeuge und damit 0,8 Prozent mehr als vor Jahresfrist.

Die Hauptmarke Volkswagen blieb dank starker SUV- und Jutta-Verkäufe im Aufwind. Im Juli stieg der Absatz im Jahresvergleich um 12,7 Prozent auf 31.188 Neuwagen mit VW-Logo. Kurz zuvor hatte Volkswagen bekannt gegeben, dass man die Garantiebedingungen für neue Fahrzeuge verschlechtern wird. Statt sechs Jahren mit 72.000 Meilen wird die Garantie zukünftig nur vier Jahre bzw. 50.000 Meilen umfassen. Immerhin bekommen amerikanische Käufer in Zukunft zwei kostenlose Inspektionen geschenkt.

Die großen Drei fehlen

Die Zuwächse der deutschen Marken sind angesichts des schwierigen Marktumfelds überzeugend. Denn Marktbeobachter gehen davon aus, dass der US-Automarkt den siebten Monat in Folge insgesamt einen sinkenden Absatz verzeichnet haben dürfte. Für eine abschließende Abschätzung müssen sich die Beobachter noch gedulden, da die drei größten US-Autobauer General Motors, Ford und Fiat Chrysler ihre Zahlen nur noch quartalsweise veröffentlichen.

ME