Weltweiter Autoabsatz 2019

Studie des CAM Deutsche Autohersteller 2019 unter den Gewinnern

Stand: 25.02.2020, 11:54 Uhr

Auch wenn die deutschen Autohersteller nicht zu den E-Autopionieren gehören, zählten sie im vergangenen Jahr zu den globalen Absatzgewinnern - in einem insgesamt rückläufigen Markt. Doch die Aussichten haben sich eingetrübt.

Den neuesten Zahlen des renommierten Centers of Automotive Management (CAM) von Professor Stefan Bratzel zufolge, steht die deutsche Autoindustrie deutlich besser da als es die jüngsten Jahresbilanzen suggerieren.

Zumindest mit Blick auf die Absatzzahlen zählten die drei großen heimischen Autokonzerne neben Toyota und Tesla zu den Gewinnern im abgelaufenen Jahr 2019. Während die Verkäufe der 19 wichtigsten globalen Automobilhersteller um 3,9 Prozent auf 78,6 Millionen Fahrzeuge sanken, konnten Volkswagen und BMW Absatzzuwächse von 1,1 beziehungsweise 1,2 Prozent und Daimler von 0,7 Prozent erzielen.

VW kann Spitzenplatz behaupten

Toyota legte um 1,9 Prozent zu, während Tesla als kleinster globaler Hersteller mit einem Zuwachs von 49,7 Prozent der relative Absatzgewinner war.

Mit 10,7 Millionen Fahrzeugen konnte Volkswagen seinen Spitzenplatz als absatzstärkster Hersteller behaupten - knapp vor Toyota mit 10,6 Millionen Fahrzeugen. General Motors und Hyundai (inklusive Kia) kamen mit 7,7 bzw. 7,2 Millionen Einheiten auf Rang drei und vier.

Renault auf Platz drei

Addiert man die in einer Allianz verbundenen Automobilhersteller Renault, Nissan und Mitsubishi, kamen diese zusammen mit 10,2 Millionen Fahrzeugen (minus 1,2 Prozent) auf Rang drei.

Allerdings zeigt die Gesamtbilanz 2019 eine sehr heterogene Entwicklung. Zu den größten Absatzverlieren zählten vor allem die amerikanischen Hersteller Ford (minus 10 Prozent), FiatChrysler (minus 8,8 Prozent) und General Motors (minus 7,9 Prozent). Weit überdurchschnittlich verloren haben auch die europäische PSA Gruppe (minus 10 Prozent) sowie die beiden japanischen Hersteller Nissan (minus 8,9 Prozent) und Suzuki (minus 9,8 Prozent).

Absatzeinbruch in China

Dabei brachen bei einigen Herstellern die Verkäufe besonders stark im ohnehin rückläufigen chinesischen Markt ein. Bei GM sanken die Absätze dort um 550.000 Einheiten (minus 15 Prozent), bei Ford um 24,5 Prozent und PSA büßte gar 55,5 Prozent seiner Pkw-Verkäufe im Vergleich zu 2018 ein.

Insgesamt gingen die die Neuzulassungen in China auf 21,5 Millionen Pkw zurück, nachdem sie 2017 einen bisherigen Höchststand von 24,7 Millionen erreicht hatten. Besserung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil.

Weitere Rückgänge erwartet

Bedingt durch die aktuelle Corona-Krise ist auch im laufenden Jahr mit weiteren Rückgängen zu rechnen. Bereits im Januar gingen die Neuzulassungen um mehr als 20 Prozent zurück. CAM geht derzeit für das Gesamtjahr 2020 von einem weiteren Rückgang des Gesamtmarktes in China um fünf bis zehn Prozent aus. Weltweit erwartet das CAM in diesem Jahr einen Rückgang des globalen Pkw-Marktes um fünf Prozent.

Autoexperte Stefan Bratzel erwartet in den nächsten fünf bis zehn Jahren eine Konsolidierungswelle in der Autoindustrie, da nur wenige Hersteller die notwendigen Investitionen in neue Technologien und Geschäftsfelder alleine stemmen könnten.

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lg