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Neuzulassungen Deutlich höherer Autoabsatz in Europa

Stand: 17.12.2019, 08:15 Uhr

Kleiner "Basiseffekt": Weil im Vorjahrsmonat neue Abgasvorschriften die Neuzulassungs-Zahlen gedrückt hatten, sieht der Zuwachs im November 2019 umso imposanter aus. Knapp fünf Prozent Plus können sich aber in jedem Fall sehen lassen.

Die Zahl neu zugelassener Pkw hat im November laut dem Branchenverband Acea um 4,9 Prozent auf rund 1,176 Millionen Stück erhöht.

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Unter den vier größten europäischen Absatzmärkten war das Plus in Deutschland mit 9,7 Prozent mit Abstand am stärksten. Auf den Plätzen folgten Spanien (plus 2,3 Prozent), Italien (plus 2,2 Prozent) und Frankreich (plus 0,7 Prozent). In Großbritannien, das unter dem herannahenden Brexit leidet, sank die verkaufte Stückzahl hingegen um 1,3 Prozent.

VW im Vorwärtsgang

Gute Absatzergebnisse und einen steigenden Marktanteil schaffte im November vor allem der VW-Konzern. Der Anstieg bei den Wolfsburgern lag bei 13,4 Prozent auf gut 301.000 neu zugelassenen Fahrzeuge. VW konnte dadurch seinen Marktanteil von 24,0 auf 24,5 Prozent steigern. Vor allem die Kernmarke Volkswagen steigerte die Verkäufe von 132.249 auf 145.057 Stück erheblich.

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Bei BMW lag das Absatzplus bei 0,3 Prozent. Das lag vor allem an der Sparte Mini, dort rutschten die Verkäufe um knapp 13 Prozent. Beim Daimler-Konzern kann ein Absatzplus von 7,2 Prozent gefeiert werden. Hier schafften die Smart-Modellen einen Absatzanstieg von mehr als 60 Prozent auf 12.665 Stück. Die Mercedes-Modelle steigerten die Verkäufe um 1,4 Prozent auf 73.256 Stück.

Daimler und die Truck-Sparte

Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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Daimler hat derzeit aber offenbar ein Auftragsproblem in der Truck-Sparte. Wie das "Handelsblatt" am Dienstag meldete, gingen die Bestellungen für neue Lastwagen von Anfang Januar bis Ende September von 457.000 auf 289.000 Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr zurück. Das entspricht einem Minus von rund 37 Prozent, im Kernmarkt Nordamerika hat sich der Auftragsbestand mehr als halbiert. Besonders kritisch ist die danach Lage aber in Europa.

Unter den übrigen Herstellern verbuchten die asiatischen Konkurrenten Hyundai (plus 7,6), Toyota (plus 6,9) und Mazda (plus 28,3 Prozent) kräftige Zuwächse. Ford steigerte sich um 3,8 Prozent, Renault um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Opel-Mutter PSA verzeichnete ein Absatzminus von 7,2 Prozent. Dafür war Opel/Vauxhall mit einem Rückgang von rund 21 Prozent hauptverantwortlich.

AB