Teilnehmer auf einer Activision Blizzard-Ausstellung in der Electronic Entertainment Expo in Los Angeles

Activision Blizzard Der Marktführer knackt Rekorde

Stand: 09.02.2018, 09:14 Uhr

Activison Blizzard überraschte die Wall Street: Die Quartalszahlen übertrafen die Erwartungen der Analysten. Für das Gesamtjahr spricht Konzernchef Robert Kotick von einem Rekordjahr – die Aktie gewann dafür nur leicht.

Gamescom Blizzard Activision Call of Duty 1408. | Quelle: Unternehmen

Das Weihnachtsgeschäft und die Einführung neuer Videospieltitel haben Activision Blizzard im vierten Quartal in die Tasche gespielt: Der Konzern verbuchte einen Umsatz von 2,64 Milliarden Dollar – rund acht Prozent mehr als im Vorjahr. Analysten hatten mit 2,55 Milliarden Dollar gerechnet.

Positioniert für die Zukunft

Konzernchef Robert Kotick sprach von einem "Rekordquartal“, womit das Unternehmen ein „ein Rekordjahr für Activision Blizzard“ abgeschlossen hätte. Das Geschäft erzielte Rekordumsätze und Cashflows. Außerdem habe es wichtige Fortschritte beim Aufbau zukünftiger Wachstumschancen wie der Overwatch League gegeben, so Kotick.

Für das Gesamtjahr belief sich der Umsatz auf 7,07 Milliarden Dollar – etwas mehr als 2016 mit rund 6,6 Milliarden Dollar. Die digitalen Kanäle wie Spiele-Downloads, Abonnements und In-Game-Käufe machen rund 78 Prozent des Jahresumsatzes aus - und brachen mit 5,48 Milliarden Dollar den bisherigen Rekordwert. Belastet wird das Ergebnis durch signifikante Auswirkungen der US-Steuerreform, so Activision Blizzard.

Erfolg für die neusten Games

Schon der Beginn mit dem Start von "Call of Duty: WWII" Anfang November war vielversprechend: Das Videospiel knackte nach rund sechs Wochen die Marke von einer Milliarde Dollar und wurde das weltweit erfolgreichste Spiel des Jahres, so das Unternehmen. "Destiny 2" schaffte zudem den erfolgreichsten PC-Launch in der Konzerngeschichte.

Außerdem startete im Januar die "Overwatch League", die von Activision Blizzard gegründete erste weltweite E-Sport-Liga. Die Zuschauerzahl der ersten Woche lag bei rund 10 Millionen. Zu deren Hauptsponsoren zählen unter anderem HP, Intel, Toyota und T-Mobile.

Die Anleger blieben von den guten Quartalszahlen jedoch unbeeindruckt: Die Aktie gewann nach Veröffentlichung der Geschäftszahlen im nachbörslichen Handel nur knapp 0,87 Prozent und notierte bei 66,40 Dollar. "Wir glauben, dass ein starkes viertes Quartal zu diesem Zeitpunkt weitgehend in den Erwartungen der Anleger verankert ist“, sagten die Piper Jaffray-Analysten Michael J. Olson und Yung Kim bereits im Januar.

An den Prognosen des Konzerns kann es nicht gelegen haben: Nachdem die Ergebnisse im vergangenen Jahr die Erwartungen übertroffen hatten, hob das Management die Prognosen für kommende Quartale stets an. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Konzern einen Umsatz von 7,35 Milliarden Dollar - bei einem Gewinn je Aktie von 1,78 Dollar.

jz