Michael Dell

Michael Dells frische Pläne Dell: Nun doch Börsencomeback?

Stand: 24.09.2018, 08:37 Uhr

Der defizitäre Computer-Hersteller Dell denkt Insidern zufolge wieder über eine gewöhnliche Rückkehr an die Börse nach. Das US-Unternehmen wolle noch in der laufenden Woche mit potenziellen Konsortialbanken sprechen, heißt es.

Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich dabei auf die Aussagen von mit den Plänen vertraute Personen. Dies stellt eine Kehrtwende dar. Dell hatte zuletzt einen herkömmlichen Börsengang vor allem wegen seines Schuldenbergs in Höhe von rund 50 Milliarden Dollar ausgeschlossen und wollte stattdessen über den Rückkauf von sogenannten Geschäftsbereichsaktien (Trading Stocks) an die Börse zurückfinden.

Allerdings fiel das Angebot über rund 21 Milliarden Dollar in bar und Aktien bei verschiedenen Hedgefonds, darunter Elliott Management, Canyon Capital Advisors und Carl Icahn, durch. Bei Dell bezogen sich die Geschäftsbereichsaktien auf die 81-prozentige Beteiligung am Softwarekonzern VMware.

Vorbild für Tesla?

Firmengründer Michael Dell hatte sein Unternehmen 2013 mit Hilfe des Finanzinvestors Silver Lake zurückgekauft und von der Börse genommen, um es unabhängiger vom Finanzmarkt zu sanieren. In jüngster Zeit ist der Multimiliardär Elon Musk durch ähnliche Pläne bezüglich seines Unternehmens Tesla aufgefallen. Mittlerweile hat Musk aber den Rückzug vom Rückzug angetreten.

Dell ist in Zugzwang. Das 1984 gegründete Unternehmen schreibt Verluste und muss nach der 67 Milliarden Dollar teuren Übernahme von EMC vor zwei Jahren rasch profitabel werden. Der Zukauf hat sich bisher kaum ausgezahlt.

ts/rtr