Delivery Hero Büro

Zusätzliche Investitionen Delivery Hero kassiert Gewinnziel

Stand: 02.08.2018, 09:16 Uhr

Eigentlich wollte der Essenslieferdienst im vierten Quartal erstmals operativ schwarze Zahlen schreiben. Doch daraus wird erstmal nichts.

Das Unternehmen habe beschlossen, bis zu 80 Millionen Euro für zusätzliche Investitionen aufzuwenden, um die positive Geschäftsentwicklung und den wachsenden Essensliefermarkt zu nutzen, hieß es. Auch im kommenden Jahr sollen die Investitionen auf einem ähnlich hohen Niveau liegen, so dass erneut rote Zahlen geschrieben werden.

Ursprünglich wollte das Unternehmen Ende des Jahres erstmals im operativen Geschäft schwarze Zahlen schreiben. 2019 sollte dann das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) komplett positiv sein.

Umsatz kräftig gestiegen

Bei den Kunden kommt der Essenslieferant mit Marken wie "Lieferheld", "Foodora" und "Pizza.de" laut den Zahlen immer besser an. Im ersten Halbjahr zogen die Bestellungen kräftig an, wodurch der Umsatz um 48 Prozent auf 357 Millionen Euro stieg., mehr als von Analysten erwartet. Die Ebitda-Marge lag bei minus 15 Prozent.

Dabei wurde das Wachstum noch enorm vom starken Euro ausgebremst. Wegen der guten Entwicklung geht Delivery Hero nun aber davon aus, die Erlöse im Gesamtjahr stärker steigern zu können als bisher gedacht.

Aktie unter Druck

Laut Vorstandschef Niklas Östberg habe der schnell wachsende Markt den Ausschlag für die höheren Investitionen gegeben. "Wie wir bereits bei unserem Börsengang dargelegt haben, liegt unser Fokus auf Wachstum und dem weiteren Ausbau unserer Führungsposition", so Östberg.

An der Börse sorgt die Nachricht dennoch für Enttäuschung. Im frühen Handel verliert die Aktie über sechs Prozent.

lg