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Die Dax-Halbjahres-Tops und -Flops Deutsche Bank hui, Wirecard pfui

<strong>Deutsche Bank</strong><br/>Totgesagte leben länger: Die Aktien der Deutschen Bank sind 2020 zu neuem Leben erwacht. Die Corona-Krise bremste den Höhenflug der Papiere nur kurz. Im ersten Halbjahr zogen die Titel des größten privaten deutschen Geldinstituts um 22 Prozent an. Überraschend hat die Deutsche Bank im ersten Quartal operativ Geld verdient. Vor allem das Investment Banking lief rund. Im zweiten Quartal dürften die Zahlen aber schlechter ausfallen.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 6 Monate

Deutsche Bank
Totgesagte leben länger: Die Aktien der Deutschen Bank sind 2020 zu neuem Leben erwacht. Die Corona-Krise bremste den Höhenflug der Papiere nur kurz. Im ersten Halbjahr zogen die Titel des größten privaten deutschen Geldinstituts um 22 Prozent an. Überraschend hat die Deutsche Bank im ersten Quartal operativ Geld verdient. Vor allem das Investment Banking lief rund. Im zweiten Quartal dürften die Zahlen aber schlechter ausfallen.

Die Dax-Halbjahres-Tops und -Flops Deutsche Bank hui, Wirecard pfui

<strong>Deutsche Bank</strong><br/>Totgesagte leben länger: Die Aktien der Deutschen Bank sind 2020 zu neuem Leben erwacht. Die Corona-Krise bremste den Höhenflug der Papiere nur kurz. Im ersten Halbjahr zogen die Titel des größten privaten deutschen Geldinstituts um 22 Prozent an. Überraschend hat die Deutsche Bank im ersten Quartal operativ Geld verdient. Vor allem das Investment Banking lief rund. Im zweiten Quartal dürften die Zahlen aber schlechter ausfallen.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 6 Monate

Deutsche Bank
Totgesagte leben länger: Die Aktien der Deutschen Bank sind 2020 zu neuem Leben erwacht. Die Corona-Krise bremste den Höhenflug der Papiere nur kurz. Im ersten Halbjahr zogen die Titel des größten privaten deutschen Geldinstituts um 22 Prozent an. Überraschend hat die Deutsche Bank im ersten Quartal operativ Geld verdient. Vor allem das Investment Banking lief rund. Im zweiten Quartal dürften die Zahlen aber schlechter ausfallen.

<strong>FMC</strong><br/>Defensive Titel waren in den ersten sechs Monaten gefragt. Die Aktien des Dialyse-Spezialisten Fresenius Medical Care (FMC) gewannen seit Anfang Januar über 14 Prozent. Die Fresenius-Tochter steigerte im ersten Quartal Umsatz und Ergebnis deutlicher als erwartet. : Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 6 Monate

FMC
Defensive Titel waren in den ersten sechs Monaten gefragt. Die Aktien des Dialyse-Spezialisten Fresenius Medical Care (FMC) gewannen seit Anfang Januar über 14 Prozent. Die Fresenius-Tochter steigerte im ersten Quartal Umsatz und Ergebnis deutlicher als erwartet.

<strong>Deutsche Börse </strong><br/>Als Krisenprofiteur entpuppte sich die Deutsche Börse. Der Frankfurter Börsenbetreiber hat im ersten Quartal dank der Marktturbulenzen ein Drittel mehr verdient, nämlich 387,4 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um 27 Prozent auf rund 915 Millionen Euro. Die Aktien der Deutschen Börse legten im ersten Halbjahr fast 14 Prozent zu.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 6 Monate

Deutsche Börse
Als Krisenprofiteur entpuppte sich die Deutsche Börse. Der Frankfurter Börsenbetreiber hat im ersten Quartal dank der Marktturbulenzen ein Drittel mehr verdient, nämlich 387,4 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um 27 Prozent auf rund 915 Millionen Euro. Die Aktien der Deutschen Börse legten im ersten Halbjahr fast 14 Prozent zu.

<strong>RWE</strong><br/>Ähnlich gut performte die RWE-Aktie mit einem Plus von knapp 14 Prozent. Der Versorger spürt die Corona-Krise kaum. Im ersten Quartal verbesserten die Essener ihr operatives Ergebnis um 19 Prozent - vor allem dank guter Geschäfte mit Offshore-Windenergie. : Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 6 Monate

RWE
Ähnlich gut performte die RWE-Aktie mit einem Plus von knapp 14 Prozent. Der Versorger spürt die Corona-Krise kaum. Im ersten Quartal verbesserten die Essener ihr operatives Ergebnis um 19 Prozent - vor allem dank guter Geschäfte mit Offshore-Windenergie.

<strong>Vonovia</strong><br/>Fünftgrößter Gewinner im Dax auf Sicht der ersten sechs Monate war Vonovia. Die Immobilienaktie zog um knapp 12 Prozent an. Das Coronavirus beeinträchtigt den Wohnimmobilienkonzern bislang fast nicht. Nur wenige Mieter hätten um Mietstundungen gebeten, hieß es Anfang Mai. Durch höhere Mieten und einen Zukauf hat Vonovia im ersten Quartal mehr Gewinn erzielt: Das operative Ergebnis (<a href="" externalId="lexikon_489426">FFO</a>) stieg im Jahresvergleich um 10,5 Prozent auf 335,5 Millionen Euro. Die Mieten stiegen im Schnitt um 5,8 Prozent.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 6 Monate

Vonovia
Fünftgrößter Gewinner im Dax auf Sicht der ersten sechs Monate war Vonovia. Die Immobilienaktie zog um knapp 12 Prozent an. Das Coronavirus beeinträchtigt den Wohnimmobilienkonzern bislang fast nicht. Nur wenige Mieter hätten um Mietstundungen gebeten, hieß es Anfang Mai. Durch höhere Mieten und einen Zukauf hat Vonovia im ersten Quartal mehr Gewinn erzielt: Das operative Ergebnis (FFO) stieg im Jahresvergleich um 10,5 Prozent auf 335,5 Millionen Euro. Die Mieten stiegen im Schnitt um 5,8 Prozent.

<strong>HeidelbergCement</strong><br/>Die Dax-Gewinner waren aber klar in der Minderheit, die Verlierer überwogen. Zu ihnen zählt HeidelbergCement. Die Aktien des Baustoffkonzerns büßten fast 26 Prozent ein. Die Corona-Krise wird das Ergebnis in diesem Jahr belasten. Vorstandschef Dominik von Achten rechnet mit "deutlich negativen Auswirkungen" auf Umsatz und Gewinn.<br/><br/>"Das Ergebnis wird eine ordentliche Delle bekommen", warnte er Anfang Mai. Es sei zwar zu erwarten, dass Konjunkturprogramme Bauprojekte für öffentliche Infrastruktur anschöben. Doch es sei noch unsicher, wie schnell und wie stark sich die Nachfrage erholen könne. Im ersten Quartal konnte HeidelCement noch das operative Ergebnis um fünf Prozent steigern.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 6 Monate

HeidelbergCement
Die Dax-Gewinner waren aber klar in der Minderheit, die Verlierer überwogen. Zu ihnen zählt HeidelbergCement. Die Aktien des Baustoffkonzerns büßten fast 26 Prozent ein. Die Corona-Krise wird das Ergebnis in diesem Jahr belasten. Vorstandschef Dominik von Achten rechnet mit "deutlich negativen Auswirkungen" auf Umsatz und Gewinn.

"Das Ergebnis wird eine ordentliche Delle bekommen", warnte er Anfang Mai. Es sei zwar zu erwarten, dass Konjunkturprogramme Bauprojekte für öffentliche Infrastruktur anschöben. Doch es sei noch unsicher, wie schnell und wie stark sich die Nachfrage erholen könne. Im ersten Quartal konnte HeidelCement noch das operative Ergebnis um fünf Prozent steigern.

<strong>BASF</strong><br/>Der weltgrößte Chemiekonzern BASF spürt ebenfalls die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Schon im ersten Quartal verdienten die Ludwigshafener sechs Prozent weniger. Die Jahresprognose hat BASF gekippt. Einen Verlust im zweiten Quartal schließt BASF-Chef Martin Brudermüller nicht aus. Kein Wunder, dass die BASF-Aktie im ersten Halbjahr um rund 26 Prozent absackte.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 6 Monate

BASF
Der weltgrößte Chemiekonzern BASF spürt ebenfalls die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Schon im ersten Quartal verdienten die Ludwigshafener sechs Prozent weniger. Die Jahresprognose hat BASF gekippt. Einen Verlust im zweiten Quartal schließt BASF-Chef Martin Brudermüller nicht aus. Kein Wunder, dass die BASF-Aktie im ersten Halbjahr um rund 26 Prozent absackte.

<strong>Daimler</strong><br/>Zu den Verlierern des ersten Halbjahres gehörten vor allem Autoaktien. Am härtesten traf es im Dax Daimler. Die Aktien des Autobauers stürzten um 28 Prozent in die Tiefe. Damit platzierte sich Daimler unter den Top 3 der Dax-Flops. Nach einem starken Gewinneinbruch im ersten Quartal rechnet das Daimler-Management im zweiten Quartal mit dem ersten operativen Verlust seit 2009.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 6 Monate

Daimler
Zu den Verlierern des ersten Halbjahres gehörten vor allem Autoaktien. Am härtesten traf es im Dax Daimler. Die Aktien des Autobauers stürzten um 28 Prozent in die Tiefe. Damit platzierte sich Daimler unter den Top 3 der Dax-Flops. Nach einem starken Gewinneinbruch im ersten Quartal rechnet das Daimler-Management im zweiten Quartal mit dem ersten operativen Verlust seit 2009.

<strong>MTU</strong><br/>Die Luftfahrt-Krise hat MTU voll erwischt. Der Triebwerkshersteller rechnet mit starken negativen Auswirkungen auf Nachfrage und Ergebnis ab dem zweiten Quartal. Die Flugzeugbauer Boeing und Airbus haben ihre Produktion zurückgefahren, weil viele Airlines wochenlang am Boden blieben und nun nur allmählich den Flugbetrieb wieder aufnehmen. Die MTU-Aktie stürzte im ersten Halbjahr um 41 Prozent ab.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 6 Monate

MTU
Die Luftfahrt-Krise hat MTU voll erwischt. Der Triebwerkshersteller rechnet mit starken negativen Auswirkungen auf Nachfrage und Ergebnis ab dem zweiten Quartal. Die Flugzeugbauer Boeing und Airbus haben ihre Produktion zurückgefahren, weil viele Airlines wochenlang am Boden blieben und nun nur allmählich den Flugbetrieb wieder aufnehmen. Die MTU-Aktie stürzte im ersten Halbjahr um 41 Prozent ab.

<strong>Wirecard</strong><br/>Es gab nur eine Dax-Aktie, die noch stärker einbrach: Wirecard. Der Kurs des einstigen deutschen Tech-Überfliegers büßte binnen kurzer Zeit gut 97 Prozent ein – und fiel von über 100 Euro auf zuletzt 5,73 Euro. Der Zahlungsdienstleister hat vergangene Woche Insolvenz angemeldet, nachdem in der Bilanz für 2019 ein Loch von 1,9 Milliarden Euro offenbar wurde. Die Behörden gehen davon aus, dass die Bilanzen mindestens seit 2016 falsch sind und Wirecard Umsatz und Gewinn durch vorgetäuschte Einnahmen aufgebläht hat. Wirecard-Chef Markus Braun trat zurück. Obwohl seit Jahren immer wieder Vorwürfe der Bilanzmanipulation aufkamen, brach das Kartenhaus erst in den vergangenen Wochen zusammen. Es ist der bisher größte Bilanzskandal im Dax. Ein Linken-Politiker meinte: "Wirecard ist der Philipp Amthor der Deutschen Börse!": Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 6 Monate

Wirecard
Es gab nur eine Dax-Aktie, die noch stärker einbrach: Wirecard. Der Kurs des einstigen deutschen Tech-Überfliegers büßte binnen kurzer Zeit gut 97 Prozent ein – und fiel von über 100 Euro auf zuletzt 5,73 Euro. Der Zahlungsdienstleister hat vergangene Woche Insolvenz angemeldet, nachdem in der Bilanz für 2019 ein Loch von 1,9 Milliarden Euro offenbar wurde. Die Behörden gehen davon aus, dass die Bilanzen mindestens seit 2016 falsch sind und Wirecard Umsatz und Gewinn durch vorgetäuschte Einnahmen aufgebläht hat. Wirecard-Chef Markus Braun trat zurück. Obwohl seit Jahren immer wieder Vorwürfe der Bilanzmanipulation aufkamen, brach das Kartenhaus erst in den vergangenen Wochen zusammen. Es ist der bisher größte Bilanzskandal im Dax. Ein Linken-Politiker meinte: "Wirecard ist der Philipp Amthor der Deutschen Börse!"