Ein Mann kämpft sich bei Wind und Wetter mit Regenschirm über eine Wiese

Wir warten auf die Brexit-Abstimmung Dax steht vor einer turbulenten Woche

Stand: 13.01.2019, 11:33 Uhr

Die Anleger erhoffen sich Neuigkeiten in Sachen Zollstreit zwischen den USA und China. Aber vor allem die Brexit-Abstimmung in London könnte den Markt in Bewegung bringen.

Auf Wochensicht hat der Dax 1,1 Prozent zugelegt. In den USA lief es noch besser: Der Dow Jones gewann 2,4 Prozent, der S&P 500 legte um 2,5 Prozent zu, die Technologiebörse Nasdaq gar 3,5 Prozent.

In der kommenden Woche liegt die Aufmerksamkeit der Investoren auf der Brexit-Abstimmung am Dienstag. Sollte das britische Parlament tatsächlich gegen das mit der Europäischen Union (EU) ausgehandelte Austrittsabkommen von Premierministerin Theresa May stimmen, dürfte das an den Märkten zumindest für Turbulenzen sorgen. Ein harter Brexit dürfte die Wirtschaft nicht nur in Großbritannien belasten.

Dax

Dax: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
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11.611,51
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-1,15%
Dow Jones Ind.: Kursverlauf am Börsenplatz Citigroup für den Zeitraum Intraday
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25.629,27
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-2,34%
S&P 500 Ind.: Kursverlauf am Börsenplatz Citigroup für den Zeitraum Intraday
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2.847,54
Differenz relativ
-2,54%

Es gibt Enttäuschungspotenzial

Positive Signale in Sachen Zollstreit zwischen den USA und China haben die Laune der Investoren zuletzt verbessert. Allerdings sind bislang noch keinerlei Details über eine mögliche Einigung bekannt. „In diesem Kontext warten die Märkte jedoch weiterhin auf belastbare Verhandlungsresultate aus Peking. Negative Nachrichten aus dieser Richtung bergen auf der anderen Seite beträchtliches Enttäuschungspotential“, meint Gregor Kuhn, Marktanalyst bei Emden Research. Anleger wollten nun Resultate sehen, sagte Jasper Lawler, Chef-Analyst des Online-Brokers LCG.

Donald Trump und Xi Jinping

Donald Trump und Xi Jinping. | Bildquelle: Imago

Angesichts der weiter bestehenden Unsicherheiten rechnen die Analysten der Landesbank Baden-Württemberg damit, dass der Aktienmarkt weiter deutlich schwanken könnte. Rund um Brexit, US-Handelsstreit und Geldpolitik der Notenbanken seien aber auch positive Überraschungen nicht ausgeschlossen.

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Am Montag der Dax-Konzern Continental bereits vorläufige Jahreszahlen präsentieren. Aus den USA stehen unter anderem die Bilanzen der großen Geldhäuser an. Citigroup, JPMorgan, Morgan Stanley und Goldman Sachs öffnen ihre Bücher. Auch Netflix über den Verlauf des vierten Quartals unterrichten.

Von Konjunkturseite sind insbesondere die hiesigen Daten für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Gesamtjahr 2018 interessant, die am Dienstag veröffentlicht werden. Die Zahlen dürften deutlich schwächer ausgefallen sein als dies noch zu Jahresbeginn erwartet worden war. „Verhaltenere Auslandsgeschäfte und zahlreiche Sonderfaktoren wie die Zulassungsprobleme der Automobilindustrie dämpften das Wachstum“, schreiben die Analysten der Dekabank. Darüber hinaus stehen Daten zur Industrieproduktion in der Eurozone an.

In den USA wird am Mittwoch das „Beige Book“ der Fed veröffentlicht. Am Freitag sollten Daten zur Industrieproduktion folgen. In der kommenden Woche werden wegen der teilweisen Schließung von Bundesbehörden weiterhin nur ein Teil der US-Konjunkturdaten veröffentlicht.    

ts

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Die Hingucker der Woche Netflix, Goldman, Conti

Continental<br/>Bereits am Montag wird Continental vorläufige Jahreszahlen vorstellen.<strong> </strong>Der Autozulieferer und Reifenhersteller hat ein ereignisreiches Jahr hinter sich. Neben dem grünen Licht für einen großen Konzernumbau ereilte das Dax-Unternehmen auch der plötzliche Abschwung der Autokonjunktur. Conti-Aktionäre werden das Jahr 2018 als das bisher schwächste seit der Finanzkrise 2008 in Erinnerung behalten. Die Aktie taumelte seit ihrem Rekordhoch im Januar bei 257,40 Euro bis zum Jahresende um gut 53 Prozent nach unten. Im Gesamtjahr stand damit ein Minus von mehr als 46 Prozent zu Buche, rund 25 Milliarden Euro Börsenwert gingen verloren.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 6 Monate

Continental
Bereits am Montag wird Continental vorläufige Jahreszahlen vorstellen. Der Autozulieferer und Reifenhersteller hat ein ereignisreiches Jahr hinter sich. Neben dem grünen Licht für einen großen Konzernumbau ereilte das Dax-Unternehmen auch der plötzliche Abschwung der Autokonjunktur. Conti-Aktionäre werden das Jahr 2018 als das bisher schwächste seit der Finanzkrise 2008 in Erinnerung behalten. Die Aktie taumelte seit ihrem Rekordhoch im Januar bei 257,40 Euro bis zum Jahresende um gut 53 Prozent nach unten. Im Gesamtjahr stand damit ein Minus von mehr als 46 Prozent zu Buche, rund 25 Milliarden Euro Börsenwert gingen verloren.