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Das Luxusimperium von Kering Von Gucci bis Ulysse Nardin

Gucci-Shop in Hongkong

Gucci
Die wichtigste Marke für Kering ist Gucci. Der 2004 übernommene italienische Modehersteller macht über die Hälfte des Konzernumsatzes und das Gros der Gewinne des französischen Luxusgüterkonzerns aus. Alleine im ersten Halbjahr scheffelte Gucci ein Betriebsergebnis von fast 1,9 Milliarden Euro - rund 27 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Allerdings hat sich das Umsatzwachstum zuletzt etwas abgeschwächt. Das bremste kurzzeitig den Höhenflug der Kering-Aktie. Neben Luxusmode bietet Gucci edle Handtaschen, teure Parfums, Schmuck, Luxusuhren und Designer-Brillen.

Das Luxusimperium von Kering Von Gucci bis Ulysse Nardin

Gucci-Shop in Hongkong

Gucci
Die wichtigste Marke für Kering ist Gucci. Der 2004 übernommene italienische Modehersteller macht über die Hälfte des Konzernumsatzes und das Gros der Gewinne des französischen Luxusgüterkonzerns aus. Alleine im ersten Halbjahr scheffelte Gucci ein Betriebsergebnis von fast 1,9 Milliarden Euro - rund 27 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Allerdings hat sich das Umsatzwachstum zuletzt etwas abgeschwächt. Das bremste kurzzeitig den Höhenflug der Kering-Aktie. Neben Luxusmode bietet Gucci edle Handtaschen, teure Parfums, Schmuck, Luxusuhren und Designer-Brillen.

Yves Saint Laurent Kosmetik Store

Yves Saint Laurent
Die absolute Kultmarke im Kering-Imperium ist Yves Saint-Laurent. YSL prägte jahrzehntelang die Haute-Couture-Szene. Der legendäre ModeschöpferSaint-Laurent kreierte das Trapez-Kleid, entwarf den ersten Smoking für Frauen, ein modisches Symbol der Frauenbewegung, und machte den weiblichen Hosenanzug salonfähig. Zweites Standbein von Yves Saint-Laurent sind die Düfte. Parfums wie "Opium", "Kouros", "Y" und "Rive Gauche" eroberten die Welt. 1993 verkauften Yves Saint-Laurent und sein Lebenspartner Pierre Bergé YSL an Sanofi, bevor es 1999 an Gucci ging. 2004 schluckte PPR(Kering) den Gucci-Konzern. Zu Yves Saint-Laurent gehören heute Prêt-à-Porter-Mode, Luxusuhren, Lederwaren, Schuhe, Schmuck, Uhren, Parfums und Kosmetik.

Brioni

Brioni
Seit Ende 2011 gehört auch die italienische Modemarke Brioni zum Kering-Reich. Die bekannten Anzüge wurden von Politikern wie Nelson Mandela, George W. Bush und Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder sowie von Schauspielern wie Clark Gable, Kirk Douglas und Al Pacino getragen. Auch die James-Bond-Darsteller zeigten sich in Brioni-Mode in Filmen wie "Golden Eye" und "Casino Royale". Doch "007" und unterschiedliche Chefdesigner konnten das Image der Marke nicht verjüngen. Bis heute leidet Brioni unter seinem Ruf als Modemarke für Herren im fortgeschrittenen Alter.

Balenciaga

Balenciaga
Schon Marlene Dietrich, Greta Garbo und Ginger Rogers trugen die Mode von Balenciaga. Heute ist das Label eher bei jüngeren Zielgruppen angesagt. Die Cargohosen, die goldfarbenen Leggings und die Sportiletto-Pumps wurden zu Verkaufsschlagern. Seit zwei Jahren mischt Balenciaga auch im Sneaker-Geschäft mit. Die Modemarke gehört seit 2004 zum Kering-Imperium.

Bottegana Veneta -Sandale auf der Milan Fashion Week

Bottega Veneta
Eine weitere italienische Marke aus dem Kering-Imperium ist Bottega Veneta. Die Firma für edle Lederwaren wurde 2001 von Gucci übernommen, als sie knapp vor der Insolvenz stand. Seither hat der deutsche Chefdesigner Tomas Maier die verstaubte Marke aufgepeppt und sie mit Mode, Inneneinrichtung, Schmuck und Parfums erweitert. Im Sommer 2018 verließ Maier das Unternehmen. Inzwischen läuft's bei Bottega Veneta nicht mehr rund. Im ersten Halbjahr schrumpfte der Umsatz um vier Prozent. Die Marke scheint zum neuen Sorgenkind von Kering zu werden.

McQ Mode

McQueen
Selbst ein bisschen "british" darf sich Kering nennen. Der Luxusgüterkonzern besitzt seit 2001 die vom britischen Modedesigner Alexander McQueen gegründete Modemarke. McQueen nahm sich 2010 das Leben. International bekannt wurde die Modemarke vor allem durch die Hochzeit von Kate mit Prinz William 2011. Das Brautkleid von Kate und das Brautjungfernkleid von deren Schwester Philippa wurde von der McQueen-Kreativdirektorin designt.

Boucheron

Boucheron
Im Schmuck- und Uhrenbereich punktet Kering mit der Traditionsmarke Boucheron. Der Pariser Edeljuwelier sitzt am berühmten Place Vendôme. Boucheron befand sich jahrzehntelang im Familienbesitz, bevor anno 2000 das Unternehmen an die Artémis-Gruppe, die zu Kering gehört, veräußert wurde. Neben edlem Schmuck bietet Boucheron inzwischen auch Luxus-Uhren und ausgewählte Parfums an.

Ulysse Nardin Uhr

Ulysse Nardin
Mit der Schweizer Sowind-Gruppe verfügt Kering auch über einen starken Uhren-Arm im Portfolio. Hinter Sowind stehen bekannte Zeitmesser-Marken wie Ulysse Nardin. Die Uhren werden im schweizerischen Le Locle im Kanton Neuchatel produziert.

Uhr von Girard-Perregaux

Sowind Girard-Perregaux
Ebenfalls zur Sowind-Gruppe zählt die Marke Girard-Perregaux, eine der ältesten Schweizer Uhrenmanufakturen. Die Chronometer werden in La-Chaux-de-fonds gefertigt. 1970 präsentierte Girard-Perregaux die erste industriell hergestellte Quarzuhr in der Schweiz. Seit 30 Jahren bauen die Schweizer auch wieder mechanische Uhren.

Sprinter Usain Bolt

Puma
Noch 16 Prozent der Anteile hält Kering an der deutschen Sportmarke Puma. 2018 besaßen die Franzosen noch die Mehrheit. Da der Sportartikler nicht zum Kerngeschäft von Kering gehört, dürfte der endgültige Ausstieg nur noch eine Frage der Zeit sein.

Golfschläger von Cobra

Cobra
Noch gehören auch die Golfschläger von Cobra zum sportlichen Sortiment von Kering. Cobra ist Teil des Puma-Konzerns.