E-Auto von Zetta

Teslas kleiner Bruder? Das erste russische Elektroauto kommt

Stand: 25.11.2019, 08:04 Uhr

Russland will 2020 in den Markt für Elektroautos einsteigen. Einen genauen Starttermin gibt es noch nicht. Die technischen Daten und der Preis des kleinen Wagens lassen aber so manches E-Auto-Liebhaber-Herz höher schlagen.

Die Produktion des Zetta soll im ersten Quartal des kommenden Jahres beginnen, sagte der russische Industrieminister Denis Manturow am Wochenende der Agentur Tass. Dem Bericht zu Folge wäre der Wagen das erste Elektroauto aus Russland, das in Serie produziert wird.

Reichweite wie ein Tesla, aber günstiger

Tesla Model 3

Tesla Model 3. | Bildquelle: Imago

Der mit drei Türen ausgestattete Wagen soll bis zu 120 Stundenkilometer schnell fahren können und mit einer einzigen Akku-Ladung bis zu 560 Kilometer weit kommen. Diese 560 Kilometer Reichweite schafft zwar auch ein Tesla Model 3, allerdings kostet der Wagen aus den USA ohne Sonderausstattung 54.090 Euro. Damit ist der Tesla gut 8,5 mal so teuer wie der russische Zetta. Laut der Tageszeitung "Rossijskaja Gaseta" beträgt der Kaufpreis für Russlands erstes E-Auto umgerechnet nur rund 6.400 Euro.

Der Zetta wäre wohl das derzeit günstigste Elektroauto der Welt. Der Renault Twizy von Renault ist zwar schon für rund 5.000 Euro zu haben, allerdings wird der Franzose nicht als Auto, sondern als Quad zugelassen.

99 Prozent der Teile kommt aus Russland

Russische Medien berichteten bereits im Mai, dass das Auto zu 99 Prozent aus russischen Teilen bestehen soll, lediglich die Batterien würden aus China importiert. Zunächst wird erwartet, dass bis zu 15.000 Autos pro Jahr auf dem heimischen Markt verkauft werden. Erst später soll der Zetta dann auch in andere Länder exportiert werden.

Die Ankündigung des russischen Stromers passt aber gut in die aktuelle Zeit. Jüngst stellte Tesla einen neuen E-Pick-up vor, Ford präsentierte in Los Angeles einen E-Mustang und VW stellte mit dem ID.3 im Herbst ebenfalls einen Elektrowagen vor.

Russland und E-Autos

Bisher sieht man auf russischen Straßen selten E-Autos. Experten schätzen, dass das auch in den kommenden Jahren so bleiben wird, da das Ladenetz schlecht ausgebaut sei. Medien berichten, dass es in Russland nur mehrere Tausend E-Autos gebe.

ms