1/12

Das Amazon-Imperium So viel mehr als ein Buchhändler

Amazon.com

Amazon.com
Den Löwenanteil seines Umsatzes, rund 50 Prozent erzielt Amazon natürlich im Online-Handel. Im ersten Quartal beliefen sich die Einnahmen auf 29,5 Milliarden Dollar. Zuletzt haben die hohen Investitionen in die Logistik, die IT und das Personal die Marge stark unter Druck gesetzt. Trotzdem belief sich das operative Ergebnis im ersten Quartal auf 6,8 Milliarden Dollar.

Das Amazon-Imperium So viel mehr als ein Buchhändler

Amazon.com

Amazon.com
Den Löwenanteil seines Umsatzes, rund 50 Prozent erzielt Amazon natürlich im Online-Handel. Im ersten Quartal beliefen sich die Einnahmen auf 29,5 Milliarden Dollar. Zuletzt haben die hohen Investitionen in die Logistik, die IT und das Personal die Marge stark unter Druck gesetzt. Trotzdem belief sich das operative Ergebnis im ersten Quartal auf 6,8 Milliarden Dollar.

Whole Foods Market in New York

Whole Foods Market
Das Geschäft mit dem traditionellen Einzelhandel gehörte noch im vergangenen Jahr zu den großen Wachstumssparten des Konzerns. So stiegen die Einnahmen von 2017 auf 2018 um satte 197 Prozent. Doch diese Zeiten sind vorbei. Im ersten Quartal 2019 wuchsen die Einnahmen in dieser Sparte, einschließlich der Einzelhandelskette Whole Foods, nur noch um ein Prozent auf 4,3 Milliarden Dollar. Die Konkurrenz um Walmart, Kroger und Target hat sich längst von ihrer Schockstarre erholt und geht Amazon massiv an. Es sieht sogar so aus, als ob die alten Riesen dem neuen Herausforderer Amazon Paroli bieten könnten.

Amazon-Mitarbeiterin schiebt einen Wagen mit Paketen

Amazon Third Party Services
Zu den wichtigsten Einnahmequellen von Amazon gehören die vielen Firmen - über eine Million - die ihre Produkte über das Netzwerk verkaufen und dafür eine Gebühr entrichten müssen. Im ersten Quartal 2019 hat Amazon damit 11,1 Milliarden Dollar Umsatz erzielt, 20 Prozent mehr als im Vorjahresquartal.

Amazon Web Services-Logo

Amazon Web Services (AWS)
Geld verdient Amazon vor allem mit der Cloud-Sparte AWS. Mit einem Umsatz von 7,7 Milliarden Dollar, was lediglich 13 Prozent des Gesamtumsatzes darstellt, generiert die Sparte mit 2,23 Milliarden Dollar 50 Prozent des Konzernbetriebsergebnisses.

Amazon Echo Lautsprecher

Amazon Echo
Im Online-Anzeigengeschäft ist derzeit die Luft raus: 36 Prozent Wachstum der Sparte "Sonstiges“, wo das Werbegeschäft in einer Gesamtsumme von 2,7 Milliarden Dollar versteckt wird. Im vergangenen Jahr erzielte Amazon hier noch Wachstumsraten von 100 Prozent. Die Hoffnung, dass die umstrittenen "Alexa"-Lautsprecher dem Werbegeschäft einen Schub geben, hat sich nicht erfüllt.

Amazon Kindle und Kobo eBook

Amazon Kindle und Kobo eBook
Eine wichtige Einnahmequelle von Amazon sind auch Abonnement-Angebote wie die Kindle-Geräte oder eBooks. Die Erlöse hieraus sind im ersten Quartal 2019 um 40 Prozent auf 4,3 Milliarden Dollar gestiegen. Über die damit erzielte Marge schweigt sich Amazon aus.

Amazon kauft Pillpack

Amazon schnappt sich Pillpack
Zu den Sparten, in denen Amazon derzeit massiv investiert, um sich lukrative Marktanteile zu sichern, ist der Handel mit Arzneimitteln. So hat Amazon im vergangenen Sommer die US-Versandapotheke Pillpack gekauft - für eine Milliarde Dollar.

Amazon-Drohne im Flug

Amazon-Drohne
Dass Amazon mehr sein will als nur ein Online-Händler, beweisen auch die zahlreichen, teilweise noch gar nicht serienreifen, Produkte und Dienstleistungen in anderen Bereichen. Dazu zählen auch Drohnen.

Amazone Prime Air-Flugzeug

Amazon Prime Air
Als weltweit tätiges Handelsunternehmen betreibt Amazon auch eine eigene Frachtfluggesellschaft, zu der einmal 100 Flugzeuge gehören sollen.
Damit könnte Amazon zu einer ernsthaften Konkurrenz der Logisitiker wie UPS, FedEx oder DHL aufsteigen.

Kleiner Einkaufswagen mit Geschenken und dem Schriftzug Bezahlen über Amazon

Amazon Payment
Der Handelsriese bietet seinen mehreren hundert Millionen Kunden auch die die Möglichkeit an, mit ihrem bestehenden Amazon-Konto für Produkte und Dienstleistungen zu bezahlen, mittels Amazon Pay.

Roboter und Amazon-Logo

Amazon Roboter
Auch Roboter hat der Konzern im Angebot.
Dabei verlässt sich Amazon auf Technik, die er sich durch die Übernahme des US- Roboterherstellers Kiva vor fünf Jahren ins Haus geholt hat. Die Geräte baut Amazon selbst, weltweit drehen in dem Konzern
80.000 Roboter ihre Runden. Jedes neue Lager braucht ein paar Tausend zusätzlich. Auch die Software entwickelt Amazon selbst.

Amazon Dash Button

Amazon Dash Button
Wer viel experimentiert, erleidet auch Rückschläge. So wurden die WLAN-Bestellknöpfe weltweit wieder eingestellt, und zwar nach einem Urteil des Oberlandes­gerichts (OLG) München, wonach die Bestellknöpfe gegen die gesetzlichen Vorgaben für Internet­verkäufe verstoßen.