Röntgenscanner Multitom Rax von Siemens Healthineers
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Drei schlagende Argumente? Damit lockt Siemens Healthineers die Anleger

Stand: 16.01.2018, 13:53 Uhr

Auf einem Investorentag in London versucht der Dax-Konzern Siemens mit allen Mitteln, Anlegern den geplanten Börsengang seiner Medizintechnik-Tochter Healthineers schmackhaft zu machen.

Die Finanzbranche erwartet das Debüt von Healthineers auf dem Frankfurter Börsenparkett im März. Wenn das gelingt, könnte es der größte deutsche Börsengang seit der Telekom vor mehr als 20 Jahren werden. Am Dienstag wirbt Siemens auf einem Investorentag in London mit diesen Argumenten:

1. Solides Wachstum

Für das laufende Geschäftsjahr 2017/18 (30. September) stellt Siemens Healthineers den künftigen Aktionären ein Umsatzwachstum von drei bis vier Prozent in Aussicht. Mittelfristig soll das Geschäft - auch ohne Zukäufe - um vier bis sechs Prozent wachsen.

2. Mehr Gewinn

Mittelfristig sollen die Margen in der Bildgebung und bei Geräten für Operationen und Behandlungen auf 20 bis 22 Prozent steigen, in der mit 14 Prozent noch stark hinterher hinkenden Labordiagnostik auf 16 bis 19 Prozent. Die Kostenbasis soll zugleich um 240 Millionen Euro im Jahr gesenkt werden. 2020 soll das erstmals voll auf den Gewinn durchschlagen.

3. Hohe Dividende

Healthineers will künftig mindestens die Hälfte seines Gewinns als Dividende ausschütten. Angestrebt werde eine Quote von 50 bis 60 Prozent, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Das entspricht in etwa der Quote des Mutterkonzerns Siemens. Damit wolle das Unternehmen "Vertrauen wecken", so Jochen Schmitz, Finanzvorstand von Siemens Healthineers.

ag

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Das sind die künftigen Konkurrenten von Siemens Healthineers Medizintechnik

<b>General Electric</b><br />Schon lange gilt General Electric als der größte Rivale von Siemens. Der Mischkonzern aus den USA hat sich unter anderem auf bildgebende Verfahren für die medizinische Diagnostik spezialisiert. Vor allem bei den großen Medizingeräten wird Healthineers mit GE Healthcare konkurrieren. Damit erzielte das Unternehmen 2016 einen Umsatz von über 18 Milliarden Dollar. : Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum 5 Jahre

General Electric
Schon lange gilt General Electric als der größte Rivale von Siemens. Der Mischkonzern aus den USA hat sich unter anderem auf bildgebende Verfahren für die medizinische Diagnostik spezialisiert. Vor allem bei den großen Medizingeräten wird Healthineers mit GE Healthcare konkurrieren. Damit erzielte das Unternehmen 2016 einen Umsatz von über 18 Milliarden Dollar.