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Börsengang wird konkret Dropbox in den Startlöchern

Stand: 26.02.2018, 07:59 Uhr

Der Speicherdienst-Anbieter aus den USA will nun endlich seinen Börsengang schaffen. Unterlagen zur Erstnotiz lagen am Wochenende erstmals öffentlich vor. Anleger können sich in Stellung bringen.

Üblicherweise vergehen nur wenige Wochen von der Veröffentlichung wichtiger Details des IPOs bis zum tatsächlichen "Vollzug", dem Start auf dem Börsenparkett. Am Freitag machte der Speicherdienstanbieter aus San Francisco vor allem bekannt, wie viel er mit seinem Stapellauf am Aktienmarkt einnehmen will.

Eine runde halbe Milliarde

Laut der Mitteilung von Dropbox an die Börsenaufsicht SEC sollen dies 500 Millionen Dollar (umgerechnet ca. 407 Millionen Euro) sein, die dem Unternehmen zufließen. Als Börsenplatz ist naturgemäß die Technologiebörse Nasdaq auserkoren. Das Tickerkürzel für Dropbox soll "DBX" lauten.

Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte der Konzern seinen Börsengang vertraulich beantragt, seitdem durfte über die Größe des Deals und den Wert des Unternehmens spekuliert werden. Diese Mutmaßungen sind mit den ersten Details zum IPO aber noch lange nicht beendet, denn noch immer ist unklar, wie viele Anteilsscheine in den Handel gehen sollen und wie sich damit der Wert des Unternehmens insgesamt an der Börse darstellen wird.

Nur ein Bruchteil der Kundschaft zahlt

Mit 1,1 Milliarden Dollar hatte Dropbox im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 31 Prozent gesteigert, dabei aber einen Verlust von 111,7 Millionen Dollar gemacht. Das Unternehmen hat zwar eine imposante Zahl von 500 Millionen Nutzer für seine Speicherdienste, davon sind allerdings nur elf Millionen zahlende Premium-Nutzer.

Im Bereich der Online-Speicher ist Dropbox in der "Cloud"-Branche auch Konkurrent von Giganten wie Google und Amazon. Ob das Unternehmen mit den Marktführern in dem Bereich mithalten kann, bleibt abzuwarten. Die Einnahmen aus dem Börsengang dürften dazu genutzt werden, die bestehenden kostenpflichtigen Dienste, vor allem im Unternehmensbereich auszubauen.

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Anfang 2018 bahnen sich eine Reihe interessanter Börsengänge aus dem Tech- und Internet-Sektor an. Vor wenigen Wochen hatte der Musik-Streaming-Dienst Spotify seine Pläne für das IPO konkretisiert. Auch das schwedische Unternehmen steht in harter Konkurrenz zu den Tech-Giganten wie Apple und Amazon mit seinem Angebot.

AB