Steuerentlastung in Milliardenhöhe Daimler & BMW: Trump sorgt für Bescherung

Stand: 22.12.2017, 19:17 Uhr

Gute Nachrichten aus Stuttgart und München: Die Autobauer Daimler und BMW haben am Freitag die Entlastung der Steuerreform in Amerika beziffert. Die Zahlen können sich sehen lassen.

Durch die Reduzierung des Steuersatzes für Unternehmen werde bei Tochterunternehmen in den USA die Neubewertung künftiger Steuerforderungen und -verbindlichkeiten notwendig, was einen Steuerertrag von voraussichtlich 1,7 Milliarden Euro ergebe, teilte der Dax-Konzern am Freitagabend überraschend mit.

Der positive Steuerertrag habe für das laufende Jahr 2017 keine Auswirkungen auf den Free Cash Flow des Industriegeschäfts sowie auf das Ebit des Konzerns. Dem Unternehmen kommt die Steuerreform in den USA wegen seiner dort ansässigen Tochtergesellschaften zugute.

Kurz vor Veröffentlichung der Mitteilung hatte Donald Trump mit seiner Unterschrift die größte US-Steuerreform seit mehr als 30 Jahren in Kraft gesetzt.Daneben enthalte das US-Steuergesetz diverse weitere Einzelmaßnahmen, deren Auswirkungen auf Daimler derzeit geprüft würden.

Konzernergebnis um eine Milliarde Euro höher

Gegenläufig zum positiven Effekt aus der Steuerreform erwartet Daimler derzeit weitere Effekte im Steueraufwand, die nicht im Zusammenhang mit der US-Steuerreform stehen und die dazu führen, dass sich das Konzernergebnis voraussichtlich per Saldo nur um eine Milliarde Euro erhöht.

Daimler: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
47,37
Differenz relativ
-0,36%
BMW ST: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum Intraday
Kurs
74,27
Differenz relativ
+0,12%

Im nachbörslichen Handel bei Tradegate gewannen die Daimler-Aktien am Abend im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs 0,7 Prozent an Wert.

Auch BMW mit positivem Effekt

Auch BMW rechnet durch die Steuerreform mit einem positiven Effekt. Das Konzernergebnis werde um 0,95 bis 1,55 Milliarden Euro höher ausfallen, teilte der Dax-Konzern aus München am Freitagabend überraschend mit. Die exakte Höhe könne erst im Rahmen des Konzernabschlusses 2017 berechnet werden.

lg/dpa