Beiersdorf-Zentrale in Hamburg

Gewinnplus Cyberattacke bremst Beiersdorf

Stand: 03.08.2017, 09:19 Uhr

Immerhin 35 Millionen Umsatz hat der Hackerangriff Ende Juni den Nivea-Konzern gekostet. Aber Beiersdorf will das wieder aufholen. Und der Gewinn sah ebenfalls gut aus.

Im ersten Halbjahr kletterte das Betriebsergebnis um 9,3 Prozent auf 561 Millionen Euro. Der Nettogewinn nach Anteilen Dritter legte um 6,6 Prozent auf 388 Millionen Euro zu.

Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr um 3,3 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro, was etwas unter den Analystenschätzungen lag. Dagegen lag das Betriebsergebnis im Rahmen der Erwartungen.

Jahresprognose bekräftigt

Ohne die Computerattacke wären die Erlöse nach Angaben des Dax-Konzerns gut einen Prozentpunkt stärker gewachsen. Beiersdorf gehörte zu zahlreichen Firmen in aller Welt, die im Juni Opfer eines Cyber-Angriffs geworden waren. Bei den Hamburgern fielen weltweit die IT- und Telefonsysteme aus, auch die Produktion war betroffen. Den Umsatzausfall durch den Hackerangriff bezifferte Beiersdorf auf 35 Millionen Euro. Diese würden erst im dritten Quartal realisiert.

Die Prognose für das Gesamtjahr bekräftigte das Management um Konzernchef Stefan Heidenreich. Demnach peilt der Nivea-Hersteller unverändert ein Umsatzplus zwischen drei und vier Prozent und eine etwas höhere Marge an (Vorjahr 15,0 Prozent) an.

rtr/la