Holiday on Ice

Gute Zahlen, ungünstiges Gerichtsurteil CTS Eventim: Wie gewonnen, so zerronnen

Stand: 23.08.2018, 16:56 Uhr

Die aktuellen Zalen des Veranstalters und Ticketverkäufers CTS Eventim schoben die Aktie am Donnerstag zunächst an. Doch am Nachmittag trübte ein Urteil Bundesgerichtshofes jäh die Freude.

Mit einem Aufschlag von rund fünf Prozent auf mehr als 40 Euro lagen die die Aktien von CTS Eventim lange an der S Spitze des MDax. Dann kam ein Urteil des BGH, der die Titel deutlich ins Minus schickte. Der hat eine pauschale "Servicegebühr" in Höhe von 2,50 Euro für die elektronische Übermittlung einer Eintrittskarte zum Selbstausdrucken für unzulässig erklärt. Das dürfte die künftigen Ergebnisse des Unternehmens belasten.

2018 wieder Rekorde möglich

Als Kaufsignal hatte zuvor die Investoren die frischen Umsatzzahlen interpretiert. Sie kletterten im ersten Halbjahr um fast ein Viertel auf 606,6 Millionen Euro. Im Segment Live-Entertainment habe das Unternehmen sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis hohe zweistellige Wachstumsraten und deutliche Rekordwerte erzielt, heißt es in der Mitteilung. Das Wachstum fiel damit deutlich höher aus, als Experten erwartet hatten.

Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um 12,5 Prozent auf 94,1 Millionen Euro zu. Hier haben die Analysten jedoch mit etwas mehr gerechnet.

Klaus-Peter Schulenberg, CEO CTS Eventim

CTS Eventim-CEO und Gründer Klaus-Peter Schulenberg hält 43 Prozent der Aktien. | Quelle: picture-alliance/dpa

Die Ziele für das laufende Jahr bekräftigte die Gesellschaft: Auch für das Gesamtjahr rechnet das Management mit einem höheren Umsatz und einem höheren normalisierten Ebitda als im Vorjahr. 2017 hatte das Unternehmen Rekordergebnisse erzielt. Der Umsatz war erstmals über die Marke von einer Milliarde Euro gestiegen.