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Sinkende Marge CTS: Mehr als 20 Millionen Online-Tickets

Stand: 24.08.2017, 10:18 Uhr

Abba- und Sinatra-Shows, Konzerte von Sarah Connor und Musicals haben die Kassen von CTS Eventim gefüllt. Hohe Kosten drücken bei dem Tickethändler und Veranstalter aber auf die Marge.

So sank die operative Marge im ersten Halbjahr von 19,3 auf 17,2 Prozent. Zu Belastungen führten zum einen Investitionen in den Aufbau neuer Festivalmarken, zum anderen höhere Vorlaufkosten für Veranstaltungen, die erst im zweiten Halbjahr stattfinden. Das verstimmt auch die Anleger. Im vormittäglichen Handel verliert die Aktie gut ein Prozent. Längerfristig orientierte Aktionäre haben aber keinen Grund zu klagen. Nach einem Durchhänger im Jahr 2016 hat der MDax-Titel in diesem Jahr um gut 20 Prozent zugelegt.

Dabei hat die Firma in den ersten sechs Monaten von einem guten Ticketgeschäft profitiert. Vor allem die Verkäufe über das Internet zogen weiter an, wie das MDax-Unternehmen am Morgen mitteilte. Der Umsatz erhöhte sich in den ersten sechs Monaten um 16 Prozent auf 489 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 3,4 Prozent auf 84,2 Millionen Euro.

Mehr als 20 Millionen Online-Tickets

Laut Vorstandschef Klaus-Peter Schulenberg konnte das Unternehmen erstmals mehr als 20 Millionen Tickets online verkaufen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Plus von knapp 13 Prozent. Hieran hatten sowohl das Wachstum in den Stammmärkten als auch die Expansion in Südamerika und Skandinavien maßgeblichen Anteil. Aber auch Übernahmen sowie publikumsstarke Tourneen oder Events hätten sich ausgezahlt.

Zudem soll CTS digitaler und internationaler werden. Dazu gehören laut Schulenberg weiterhin "organische und akquisitorische Initiativen". Auf deutsch: CTS will wachsen und nach weiteren Übernahmen Ausschau halten. Für das Gesamtjahr geht die Unternehmensführung weiterhin von einem höheren Umsatz und einem höheren Ergebnis aus als im Vorjahr.

lg