Covestro-Mitarbeiter bei der Einzelherstellung von Dämmplatten
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Gewinneinbruch im zweiten Quartal Covestro leidet unter Autoflaute

Stand: 24.07.2019, 08:55 Uhr

Covestro-Aktionäre dürfen aufatmen: Anders als BASF hat der Kunststoffspezialist keine Gewinnwarnung ausgegeben. Die Jahresprognose wurde bestätigt. Das zweite Quartal war nicht so schlimm wie befürchtet.

Die schwächere Nachfrage in der Autobranche und der harte Wettbewerb setzten dem Dax-Konzern zwar hart zu. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) brach um mehr als die Hälfte auf 459 Millionen Euro ein. Analysten hatten aber einen noch stärkeren Gewinnrückgang befürchtet. Der Umsatz fiel um knapp 17 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro.

"Die Wirtschaftslage bleibt herausfordernd, zumal die globalen wirtschaftlichen wie politischen Unsicherheiten weiter bestehen", sagte Konzernchef Markus Steilemann. "Dennoch haben wir unsere Ergebnisziele erreicht und konnten unsere abgesetzten Mengen im zweiten Quartal wieder steigern."

Festhalten am Jahresziel

Covestro Dämmstoffe
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B5 Börse 20.15 Uhr: Covestro leidet unter starkem Wettbewerb

Daher bestätige der Vorstand seine Jahresziele. Er rechnet weiterhin mit einem Mengenwachstum im Kerngeschäft im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich - im zweiten Quartal lag es bei 1,1 Prozent - sowie einem operativen Ergebnis von 1,5 bis 2 Milliarden Euro. Im dritten Quartal soll das Ebitda auf etwa 410 Millionen Euro fallen.

Der operative Mittelzufluss dürfte in diesem Jahr auf 300 bis 700 Millionen Euro sinken, nachdem er im Vorjahr 1,67 Milliarden erreicht hatte. Bei der auch für die Dividende wichtigen Kenngröße fiel im zweiten Quartal abermals ein Minus an.

Aktienkurs hat sich stabilisiert

Die Anleger zeigen sich zufrieden mit dem Zahlenwerk von Covestro. Die Aktien legen vorbörslich fast drei Prozent zu. Auf Ein-Jahres-Sicht hat sich der Kurs nahezu halbiert. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs bei über 40 Euro stabilisiert.

nb