Covestro Chart, Oktober 2015 bis Januar 2018, im Hintergrund Donald Trump

Profiteur der Steuerreform Covestro-Aktie: Trump ist das i-Tüpfelchen

Stand: 16.01.2018, 07:29 Uhr

Der Kunststoffhersteller Covestro dürfte mächtig von der US-Steuerreform profitieren. Das setzt der laufenden Kursrally die Krone auf. Die 100-Euro-Marke ist nicht mehr fern.

Erst am Montag hat die Covestro-Aktie bei 92,40 Euro im Xetra-Handel eine neue Bestmarke aufgestellt. Eine Bestmarke, die heute schon wieder Geschichte sein dürfte.

Steuerquote sinkt deutlich

Zu gut sind die fundamentalen Neuigkeiten, die das MDax-Unternehmen am späten Montagabend bekanntgab: Für das Geschäftsjahr 2017 rechne man mit einem positiven Effekt der US-Steuerreform auf das Konzernergebnis in Höhe von 85 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Montag in Leverkusen mit.

Für 2017 erwartet die Gesellschaft nun eine Steuerquote von rund 24 Prozent. Bislang war sie von 28 Prozent ausgegangen.

Positive Effekte auch 2018

Auch für die weiteren Geschäftsjahre rechne Covestro mit positiven Auswirkungen. Für 2018 gehe Covestro von einem entlastenden Effekt von ein bis zwei Prozentpunkten gegenüber der ursprünglichen Konzernsteuerquote aus.

Mit seiner Ankündigung reiht sich Covestro ein in eine Riege illustrer deutscher Konzerne: Daimler, BMW, Fresenius Medical Care und andere hatten bereits positive Effekte durch die von Präsident Donald Trump durchgesetzte Steuerreform in Aussicht gestellt.

In zwei Jahren fast vervierfacht

Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Covestro nach der jüngsten Ankündigung auf "Overweight" mit einem Kursziel von 100 Euro belassen.

Tatsächlich dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis Covestro diese runde Marke erreicht. Die Aktie befindet sich in einem intakten Aufwärtstrend – und ist ein herausragendes Beispiel für ein lohnendes Spinoff: Die ehemalige Bayer-Tochter kam 2015 zu 24 Euro an die Börse. Seither hat sie sich fast vervierfacht.

ag

1/6

US-Steuereffekte für deutsche Konzerne Unternehmen passen Gewinnerwartungen an

<b>FMC</b><br />Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) ist mit seinen Dienstleistungen rund um die Blutwäsche massiv in den USA vertreten. FMC rechnet dank der Senkung der Steuersätze mit einem einmaligen Buchgewinn von rund 200 Millionen Euro in diesem Jahr. Dieser ergebe sich insbesondere aus der Neubewertung passiver latenter Steuern, teilte das Dax-Unternehmen am Freitagabend in Bad Homburg mit. Weitere positive Effekte dürften aber auch im laufenden Geschäft durch die geringere Steuerbelastung folgen.: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 1 Jahr

FMC
Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) ist mit seinen Dienstleistungen rund um die Blutwäsche massiv in den USA vertreten. FMC rechnet dank der Senkung der Steuersätze mit einem einmaligen Buchgewinn von rund 200 Millionen Euro in diesem Jahr. Dieser ergebe sich insbesondere aus der Neubewertung passiver latenter Steuern, teilte das Dax-Unternehmen am Freitagabend in Bad Homburg mit. Weitere positive Effekte dürften aber auch im laufenden Geschäft durch die geringere Steuerbelastung folgen.