Japaner geht an Coca Cola-Werbung vorbei

Gewinneinbruch wegen Restaurantschließungen Coca-Cola ausgesperrt

Stand: 21.07.2020, 14:33 Uhr

Die wochenlang geschlossenen Restaurants, Theater und Sportstätten haben dem Brausekonzern die Nachfrage abgedreht. Der Umsatz und Verkauf von Coca-Cola brach im zweiten Quartal um über ein Viertel ein.

Während die meisten Konsumgüterhersteller wie Nestlé und Unilever unbeschadet durch die Corona-Krise gekommen sind, litt Coca-Cola besonders. Der Getränkehersteller ist nämlich abhängig von gewerblichen Kunden wie Restaurantketten. Diese mussten pandemiebedingt dicht machen – in vielen Ländern teils wochenlang.

Das bekam der Brausekonzern in seiner Quartalsbilanz nun deutlich zu spüren. Die Erlöse sanken von April bis Ende Juni um 28,5 Prozent auf 7,15 Milliarden Dollar. Ende April hatte Coca-Cola berichtet, die verkaufte Menge sei weltweit um rund 25 Prozent geschrumpft.

Absatzschwund im Juli gebremst

Im Verlauf des abgelaufenen Vierteljahres habe sich die Situation dann deutlich Im Juni betrug das Absatzminus noch zehn Prozent gewesen. Im Juli liegt der Rückgang bisher nur noch im mittleren einstelligen Prozentbereich.

Coca-Cola-Dosen

Coca-Cola-Dosen. | Bildquelle: Imago

Vorstandschef James Quincey geht indes trotz der erneuten Corona-Eskalation in den USA davon aus, dass das Unternehmen das Schlimmste hinter sich hat. "Wir glauben, das zweite Quartal wird sich als das herausforderndste in diesem Jahr erweisen."

Fast ein Drittel weniger Gewinn

Unter dem Strich musste Coca-Cola einen Gewinneinbruch hinnehmen. Der Quartalsüberschuss ging um fast ein Drittel auf 1,78 Milliarden Dollar zurück. Der bereinigte Gewinn je Aktie sank auf 0,41 Dollar. Wegen der Unsicherheiten über den Fortgang der Pandemie wagt der Vorstand keine detaillierte Jahresprognose.

Leere Coca-Cola Dose am Strand

Coca-Cola. | Bildquelle: picture alliance / dpa

Insgesamt lagen die Ergebnisse etwa im Rahmen der Markterwartungen. Während der Gewinn die Prognosen der Wall Street leicht übertraf, hatten sich viele Analysten bei den Erlösen ein bisschen mehr ausgerechnet. Anleger reagierten zunächst positiv auf die Zahlen und ließen die Aktie vorbörslich deutlich steigen. Im bisherigen Jahresverlauf hatte Coca-Cola allerdings einen schweren Stand und musste bereits Kursverluste von knapp 17 Prozent verkraften.

nb