Corestate-Büroimmobilie

Umsatz- und Ergebnissprung Corestate im Immobilienboom

Stand: 14.08.2018, 08:56 Uhr

Der Handel und das Management mit Immobilien und Immobilieninvestments lohnt sich. Das zeigen auch die Halbjahreszahlen des SDax-Neulings Corestate. Das Unternehmen schnürt Immobiliendeals vor allem für Großkunden.

Corestate bietet seinen Kunden Immobilien-Investments an. Vor allem investiert die Firma in Wohnprojekte, Studentenwohnheime und Einzelhandelsprojekte. Corestate wurde 2006 gegründet und hat seitdem Geschäfte im Wert von gut fünf Milliarden Euro durchgeführt. Die in Luxemburg ansässige Gesellschaft investiert das Geld reicher Familien und anderer Anleger vor allem aus der Schweiz. Firmen-Mitgründer Ralph Winter hatte eine 28-Prozent-Beteiligung des Schweizer Investors Intershop an Corestate zurückgekauft. Intershop war 2013 eingestiegen und hatte die Expansion des Unternehmens mitfinanziert.

Neuer Impuls für die Aktie?

An der Börse notiert die Aktie seit 2016, zunächst im Entry Standard, danach im neuen Börsensegment Scale. Von dort aus schaffte man im März 2018 den Sprung in den Nebenwerteindex SDax. Der Kurs der Aktie war in den Monaten nach der Notierungsaufnahme von 15 auf über 50 Euro geklettert. Seit Mitte 2017 läuft sie allerdings seitwärts mit leichter Abwärtstendenz. Derzeit steht der Kurs bei 47,60 Euro.

Vielleicht geben die aktuellen Halbjahreszahlen der Aktie nun einen neuen Impuls. Der Immobilieninvestor seinen Umsatz im ersten Halbjahr auf 125,8 Millionen Euro mehr als verdoppelt, im Jahr zuvor hatten die Erlöse nur bei 48 Millionen Euro gelegen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verdreifachte sich im ersten Halbjahr 2018 auf 77,7 Millionen Euro. Das bereinigte Konzernergebnis stieg um 167 Prozent auf 60,9 Millionen Euro.

Maxi-Erträge mit Mikro-Wohnungen

Im Gesamtjahr 2018 peilt Corestate weiterhin Umsätze zwischen 230 und 240 Millionen an. Das bereinigte Ebitda soll 155 bis 165 Millionen Euro betragen, das bereinigte Konzernergebnis 120 bis 130 Millionen Euro.

Dazu sollen auch neue Projekte im Bereich "Mikrowohnungen" beitragen. Anfang August meldete das Unternehmen den Kauf eines Studentenwohnheims mit 413 Apartments für private Investoren im Rahmen eines "Club Deals". Das Wohnheim, das sich noch im Bau befindet, soll im ersten Quartal 2020 fertiggestellt werden.

AB