Continental-Schriftzug in der Zentrale in Hannover

Für mehr Verkehrssicherheit Conti und Vodafone bündeln die Kräfte

Stand: 10.06.2018, 15:46 Uhr

Sieht so die Verkehrssicherheit der Zukunft aus? Dax-Mitglied Continental und die britische Vodafone wollen jedenfalls neue Wege beschreiten.

Dies mit Hilfe eines Vernetzungssystems, mit dem die Sicherheit auf der Straße erhöht werden soll. Zum Start der Cebit kündigten die Unternehmen dafür konkrete Projekte an. So wollen die Partner in Vodafones neuem "5G Mobility Lab" zum Beispiel einen intelligenten Stauwarner und einen "digitalen Schutzschild für Fußgänger und Radfahrer" entwickeln.

Ein Fahrzeug müsse sich heute sowohl im Straßen- als auch im Datennetz souverän bewegen können, sagte Continental-Manager Johann Hiebl. "In der Kooperation mit Vodafone bringen wir die Experten aus beiden Welten zusammen."

Stauwarner und digitaler Schutzschild

Bei dem vernetzten Stauwarner teilen die im Umkreis befindlichen Fahrzeuge nicht nur untereinander die Informationen, sondern verbreiten sie auch über das herkömmliche Mobilfunknetz. So könnten Fahrzeugen, die noch mehrere Kilometer entfernt sind, alternative Routen vorgeschlagen werden, hieß es. Fahrzeuge in unmittelbarer Nähe vom Stauende erhielten eine Warnmeldung.

Vodafone-Zentrale in Düsseldorf bei Nacht

Vodafone-Zentrale in Düsseldorf. | Bildquelle: picture alliance / Ina Fassbender/dpa

Der digitale Schutzschild soll ebenfalls den Informationsfluss unter den Fahrzeugen sowie eine Verbindung zur Cloud - jeweils in Echtzeit- ermöglichen. Im Auto integrierte Kameras nehmen dabei Livebilder auf und schicken sie per schnellem 5G-Mobilfunk in die Cloud, wo sie mit Hilfe künstlicher Intelligenz analysiert werden. Bei einer erkannten Gefahrensituation erfolgt dann per Mobilfunk eine Warnung an die Fahrzeuge im nächsten Umfeld.

Das alles soll quasi in Echtzeit erfolgen können. Für den schnellen Datentransfer testen die Unternehmen mit "Mobile Edge Computing" ein Verfahren, das das Rechenzentrum für die Datenverarbeitung immer in der Nähe des Nutzers halten soll. Continental arbeitet bereits seit einiger Zeit gemeinsam mit Vodafone an verschiedenen Vernetzungskonzepten.

Aktien geben nach

Continental-Aktien konsolidieren derzeit auf hohem Niveau um die Marke von 225 Euro. Am Freitag schloss das Papier 0,85 Prozent leichter bei 221,90 Euro. Der Vodafone-Chart sieht sehr viel schlechter aus. Die Aktie, die auch am Freitag weiter 1,3 Prozent auf 2,17 Euro verlor, steht am Jahrestief.

dpa/rm