Autozulieferer

Firmenlogo des Autozulieferers Continental in Hannover

Vorläufige Zahlen vorgelegt Conti: Mehr Gewinn geht nicht

Stand: 09.01.2017, 09:13 Uhr

Trotz des heftigen Gewinneinbruchs im dritten Quartal ist es dem Autozulieferer Continental gelungen, seine zuvor korrigierten Ziele zu erreichen. Der Druck auf die Margen dürfte 2017 allerdings noch zunehmen.

Im vergangenen Jahr haben Kosten für Rückrufe, Kartellstrafen, mehr Aufwand für die Entwicklung sowie Erdbeben den Autozulieferer Continental belastet. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) für das vergangene Jahr sank deshalb nach den am Morgen veröffentlichten Eckdaten um rund drei Prozent auf gut 4,3 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Marge von 10,7 Prozent.

Der Umsatz kletterte unterdessen um drei Prozent auf 40,5 Milliarden Euro. "Das Nettoergebnis liegt trotz mehrerer Einzelereignisse, die das Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres negativ belasteten, knapp über dem des Vorjahrs", teilte der Technologiekonzern mit. Genaue Zahlen sollen erst zur Veröffentlichung der Bilanz 2016 am 2. März veröffentlicht werden.

150 Millionen Reifen verkauft

Das vierte Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres sei wie erwartet besser als das dritte Quartal verlaufen. Genaue Zahlen dazu liefert der Konzern allerdings nicht. Zu den gestiegenen Umsatz- und Ergebniszahlen beigetragen habe das Wachstum der Autozuliefersparte Automotive Group sowie das Geschäft mit Winterreifen. "Im Reifenbereich konnten wir eine Rekordzahl von 150 Millionen Reifen absetzen. Trotz anhaltend schwacher Nachfrage im Öl- und Minengeschäft konnte ContiTech das Jahr mit einer fast zweistelligen bereinigten Ebit-Marge und damit deutlich über dem Vorjahreswert abschließen", sagte Konzernchef Elmar Degenhart im Vorfeld der Detroiter Automesse.

In der Automotive Group sei der Auftragseingang um zehn Prozent auf mehr als 33 Milliarden Euro gestiegen. Neben den Aufträgen für Fahrerassistenzprodukte, die auf über drei Milliarden Euro anstiegen, legten die Aufträge für Produkte und Systeme für Hybrid- und Elektrofahrzeuge um 17 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro zu.

Marge dürfte weiter sinken

Im laufenden Jahr will der Dax-Konzern den Umsatz um sechs Prozent steigern auf mehr als 43 Milliarden Euro. Dabei wird eine bereinigte Ebit-Marge von 10,5 Prozent angepeilt, also etwas weniger als 2016. Das Szenario basiert auf einer leichten Steigerung der weltweiten Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen bis zu sechs Tonnen Gesamtgewicht um ein Prozent von 92 Millionen auf rund 93 Millionen Fahrzeuge.

An der Börse kommen die Zahlen nicht so gut an. Die Conti-Aktie verliert im morgendlichen Handel gut ein halbes Prozent. Das Papier hat aber nach der Gewinnwarnung Anfang November gut 15 Prozent zugelegt.

lg