Fahnen mit Unternehmenslogo von Continental in Hannover

Conti-AR segnet Kahlschlag ab

Stand: 30.09.2020, 14:56 Uhr

Der Aufsichtsrat des Autozulieferers Continental hat heute die umfassenden Schließungspläne des Konzerns bestätigt. Das Reifenwerk in Aachen wird Ende 2021 aufgegeben, der Standort für Automobilelektronik im hessischen Karben bis Ende 2024. Außerdem soll der Standort Regensburg umgebaut werden. Insgesamt sind an den drei Standorten rund 4.800 Arbeitsplätze betroffen. Neben dem Wegfall von Stellen zählen auch Umschulungen von Mitarbeitern und Verlagerungen von Jobs dazu.

Arbeitnehmervertreter kritisierten den Beschluss umgehend. Die Werksschließungen sind Teil eines verschärften Sparkurses beim zweitgrößten Autozulieferer der Welt. Unter dem Druck des Strukturwandels in der Autoindustrie und der Corona-Absatzkrise will Conti insgesamt weltweit 30.000 Stellen "verändern", davon 13.000 in Deutschland. Ziel des Konzerns ist es, von 2023 an jährlich mehr als eine Milliarde Euro einzusparen.