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Bleibt die Commerzbank ein Übernahmekandidat? Commerzbank - UniCredit winkt ab

Stand: 21.12.2017, 08:51 Uhr

Die UniCredit will die Commerzbank nicht übernehmen. Bankchef Mustier sagt ganz klar: Zumindest in den nächsten zwei Jahren wird das nichts. Bleibt die Frage, ob BNP oder Deutsche Bank noch Interesse an der Commerzbank haben.

Die Übernahmespekulationen um die Commerzbank reißen nicht ab. Zwar scheint einer der großen Interessenten, die italienische UniCredit, jetzt ganz klar aus dem Rennen. Zumindest schließt des größten italienischen Geldhauses, Jean Pierre Mustier, im Interview mit dem "Handelsblatt" eine Übernahme vorerst - zumindest für die nächsten zwei Jahre - aus.

»Unsere Strategie Transform 2019 basiert ausschließlich auf organischem Wachstum. Und dem sind wir voll verpflichtet.«

UniCredit-Chef Jean Pierre Mustier

Auch für die Zeit nach 2019 sieht es nicht gut aus für eine Großübernahme, es gebe es hohe Hürden.

»Jede Fusion, jeder Zukauf muss - ganz grundsätzlich - sehr intensiv durchdacht sein. Dabei geht es nicht nur um finanzielle Fragen, sondern auch darum, ob das den Kunden nützt und kulturell zusammenpasst.«

UniCredit-Chef Jean Pierre Mustier

Spekulationen über eine Übernahme der Commerzbank kursieren schon länger. Interesse wurde dabei auch den französischen Banken BNP Paribas sowie Crédit Agricole nachgesagt. Auch die schweizerische UBS könnte an Teilen der Commerzbank interessiert sein, hatte es zuletzt in der Presse geheißen. Die Deutsche Bank wurde auch immer wieder als möglichere Interessent ins Spiel gebracht.

Unter den Top-Dax-Gewinnern

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Auch wenn die diversen Gerüchte von offizieller Seite dementiert oder abgetan werden. An der Börse scheint man davon fasziniert und setzt darauf, dass an der Sache doch was dran ist. Der Aktienkurs der Commerzbank spricht jedenfalls Bände: Die Aktie hat rund 70 Prozent Gewinn seit Jahresanfang verbucht und ist damit der zweitgrößte Gewinner des Dax' - nur die Lufthansa schnitt noch besser ab.

Erst gestern erreichte das Papier ein neues Jahreshoch von 12,96 Euro. Seit dem Tief vor gut einem Jahr von 5,16 Euro hat sich der Wert weit mehr verdoppelt.

An den guten Geschäften liegt es nicht. Bevor überhaupt so etwas wie Zuversicht aufkommen kann, präsentiert die Commerzbank wieder bloß mäßige Quartalszahlen und spricht davon, dass sie weiter im "Umbau" bleibt und ein weiteres Jahr der "Umstrukturierungen" ansteht.

bs

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