Coca Cola Plastikflasche im Sand

Absatz deutlich abgesackt Coca-Cola schmeckt Corona nicht

Stand: 21.04.2020, 13:55 Uhr

Auch ein Konsumriese wie Coca-Cola ist nicht gefeit gegen die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Gegessen und getrunken wird zwar immer, aber nicht mehr so viel bei einer wichtigen Kundengruppe: den Unternehmen.

Rund die Hälfte seiner weltweiten Erlöse macht der Getränkekonzern nämlich mit gewerblichen Kunden. Und hier ist bereits in den vergangenen Wochen die Nachfrage deutlich zurückgegangen. Restaurants, Theater und andere Veranstaltungsorte seien wegen der Pandemie geschlossen. Seit Anfang April ist die verkaufte Menge sogar weltweit um rund 25 Prozent geschrumpft, teilte das Unternehmen am Dienstag in Atlanta mit.

Viele offene Fragen fürs Geschäft

Der US-Getränkeriese rechnet deshalb mit deutlichen Auswirkungen der Pandemie auf sein Geschäft im zweiten Quartal. Wie stark dies das zweite Jahresviertel und das Gesamtjahr 2020 letztendlich beeinträchtigen werde, sei noch unklar. Es hänge stark davon ab, wie lange die Kontaktbeschränkungen noch gelten, aber auch wie schnell sich die Konjunktur erholen werde.

Im ersten Quartal konnte sich der Umsatz noch annähernd auf Vorjahresniveau halten. Er ging um ein Prozent auf 8,6 Milliarden US-Dollar zurück. Unter dem Strich blieb ein Gewinn für die Anteilseigner von knapp 2,8 Milliarden Dollar und damit 65 Prozent mehr als im Vorjahr.

Gewinnausbeute besser als erwartet

Der Gewinn je Aktie auf vergleichbarer Basis legte um acht Prozent auf 0,51 Dollar zu. Dies lag deutlich über den Prognose, Analysten hatten hier nur mit einem Ergebnis je Aktie von 0,44 Euro gerechnet.

Die Coca-Cola-Aktie, die sich in den vergangenen Wochen etwas besser als der Dow-Jones-Index geschlagen hatte, könnte von den Aussichten zu Beginn des Handels an der Wall Street am Dienstag belastet werden. Ein wenig helfen dürfte dem Titel aber die höher als erwartete Gewinnausbeute.

AB