Coca Cola Zero

Schwacher Umsatz, gutes Ergebnis Coca-Cola: Wenn nur der Dollar nicht wäre

Stand: 14.02.2019, 14:13 Uhr

Ein starkes Resultat, sowohl für das vierte Quartal als auch für das Gesamtjahr, so stellt Coca-Cola seinen aktuellen Geschäftsbericht vor. Tatsächlich verdiente der Getränkekonzern deutlich mehr. Die Anleger scheinen das trotzdem etwas anders zu sehen.

Obwohl die Ergebnisse im Rahmen der Erwartungen der Wall Street lagen, fiel die Aktie vorbörslich zunächst deutlich. Grund könnte ein etwas schwächerer Geschäftsausblick für 2019 sein.

Im Xetra-Handel beträgt das Minus fast drei Prozent. In den vergangenen Monaten hatte Coca-Cola aber einen ganz guten Lauf. Während der Dow Jones in den vergangenen zwölf Monaten nur wenig vorankam, hat sich der Börsenwert des Getränkekonzerns um mehr als zehn Prozent erhöht.

„Starkes organisches Wachstum“

Der Umsatz sank auf Jahressicht um zehn Prozent auf 31,9 Milliarden Dollar. Der Grund für den Rückgang sind zum einen negative Währungseffekte. Der starke Dollar machte dem Unternehmen also ziemlich zu schaffen. Auch die Umstrukturierung der Abfüllsparte und der Verkauf von Abfüllbetrieben belasten den Umsatz. Ohne diese Faktoren wären die Erlöse organisch um fünf Prozent gestiegen.

Deutlich besser sieht das Ergebnis aus: Im vierten Quartal legte das operative Ergebnis verglichen mit dem Vorjahreswert um 21 Prozent auf 1,64 Milliarden Dollar. Auf Jahressicht stieg es um 14 Prozent. Unterm Strich verdiente der Konzern im Schlussquartal 870 Millionen Dollar, nachdem hohe Sonderkosten wegen der US-Steuerreform im Vorjahr einen Verlust von 2,75 Milliarden Dollar verursacht hatten. Für Coca-Cola zahlen sich also höhere Preise und der Schwenk zu weniger zuckerhaltigen Getränken weiter aus.

„Ich bin zufrieden mit unserem starken organischen Wachstum“, kommentiert CEO James Quincey die von ihm zu verantwortenden Zahlen. „Unser Resultat zeigen den Fortschritt in unserer Wandlung zu einem Unternehmen, das Getränke aller Art anbietet und bei dem der Verbraucher im Mittelpunkt steht.“ Und sie zeigten laut Quincey die Kraft eines mehr strategisch ausgerichteten Systems.

ts