Microsoft-Logo als Wolken am Himmel

Erwartungen übertroffen Microsoft: Riesengewinne mit der Wolke

Stand: 30.01.2020, 09:28 Uhr

Das rasante Wachstum im Cloud-Geschäft verschafft dem Softwarekonzern Microsoft einen satten Quartalsgewinn. Auch das Ende von Windows 7 bringt Rückenwind, weil viele Unternehmen das Betriebssystem wechseln müssen.

Microsoft hat im vergangenen Quartal von seinem Fokus auf das Cloud-Geschäft und auch dem Ende des betagten PC-Systems Windows 7 profitiert. Der Softwarekonzern steigerte den Umsatz um 14 Prozent auf 36,9 Milliarden Dollar. Der Gewinn sprang um 38 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar.

Microsoft: Kursverlauf am Börsenplatz Frankfurt für den Zeitraum Intraday
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Die Erlöse im gesamten Cloud-Bereich legten dabei um 27 Prozent auf 11,9 Milliarden Dollar zu. Azure, ein Teilbereich der gesamten Cloudsparte, wuchs um 62 Prozent. Das Wachstumstempo nimmt also etwas ab, denn im Vorjahresquartal waren es noch 76 Prozent gewesen. Im vergangenen Jahr hatte Microsoft im Cloudgeschäft einen Marktanteil von 22 Prozent. Amazon liegt mit 45 Prozent deutlich darüber, Google bringt es lediglich auf fünf Prozent.      

Konsumenten wollen Windows 10

Im Windows-Geschäft mit Geräteherstellern gab es ein Plus von 18 Prozent. Microsoft hatte im Januar die Unterstützung von Windows 7 eingestellt. Deswegen wechselten in den vergangenen Monaten bereits verstärkt Unternehmen auf das aktuelle Windows 10 und kauften dabei oft auch gleich neue Computer.

 Microsoft-Chef Satya Nadella

Satya Nadella, CEO Microsoft. | Bildquelle: ANSA, picture alliance / dpa

Im Segment "More Personal Computing", zu dem Windows, Surface, die Spielekonsole Xbox und die Suchmaschine Bing gehört, erzielte der Konzern einen Umsatz von 13,21 Milliarden Dollar, ein Plus von 1,6 Prozent. Betrachtet man die Spielesparte mit der Xbox-Konsole isoliert, sanken die Erlöse um elf Prozent. Das ist indes nicht überraschend, denn Ende des Jahres wird Microsoft den Nachfolger der aktuellen Konsole vorstellen.    

Die Microsoft-Aktie legte im nachbörslichen Handel deutlich zu. Das Analysehaus Jefferies bestätigte die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 185 US-Dollar. Der Software-Riese habe bei der Vorlage seiner Quartalszahlen nahezu in jedem wichtigen Bereich die Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Brent Thill.

ts