Cisco Systems-Schriftzug vor einem Bürogebäude in San Jose

Kleine Schlappe für die Cisco-Aktie Cisco schlecht verbunden

Stand: 17.08.2017, 08:34 Uhr

Der Tech-Riese aus den USA leidet am schwächelnden Router-Geschäft. Ciscos Umsätze und Gewinne schrumpfen. Jetzt lässt auch noch die Sicherheitssparte zu wünschen übrig.

Die Bilanz von Cisco zeigt die Grundprobleme des Konzerns, mit denen er schon seit Jahren kämpft. Der Netzwerkspezialist stellt Geräte für den Internet- und Datenverkehr her, so genannte Router und Switches, Technik für Firmen-Netzwerke. Doch gerade hier schächelt das Geschäft. Kunden geben weniger für Netzwerktechnik aus, die starke Konkurrenz durch Huawei und Juniper Networks macht Cisco nicht gerade leicht. Auch zum Schluss des Geschäftsjahres 2016/17 Jahr lief es für Cisco hier wieder schleppend.

Das drückt den ganzen Konzernumsatz. Die Erlöse fielen im Schlussquartal um fast vier Prozent auf 12,13 Milliarden Dollar. Es war das siebte Vierteljahr mit einem Rückgang in Folge. Der Nettogewinn fiel um 14 Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar. Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr fielen die Erlöse um zwei Prozent auf 48 Milliarden Dollar und der Überschuss um elf Prozent auf 9,6 Milliarden Dollar.

Cisco-Aktie im Minus

Obwohl sich der Gewinn im Rahmen der Markterwartungen bewegte und die Erlöse sogar etwas höher als von Analysten angenommen ausfielen, geriet die Aktie nachbörslich mit mehr als zwei Prozent ins Minus.

Das Umsatzwachstum in der Sicherheitssparte enttäuschte die Erwartungen der Experten - gerade das ist einer Hoffnungsträger und Wachstumsfelder des Konzerns. Auch das klassische und wesentlich größere Geschäft mit Routern war noch schwächer als vorhergesagt. Dazu belastet der trübe Ausblick. Für das laufende Geschäftsquartal rechnet Cisco mit einem weiteren Umsatzminus von ein bis drei Prozent.

Mehr Sicherheit und Cloud

Konzernchef Chuck Robbins zeigte sich mit den Zahlen indes zufrieden und sprach von einem weiteren "starken Quartal". Cisco versucht sich schon seit mehreren Jahren am Konzernumbau, wandelt sich vom Hardware- zum Software- und Cloudkonzern, setzt auf Wachstumsfelder wie Sicherheit und Internet der Dinge. Der Netzwerkspezialist mischt nicht nur bei der reinen Vernetzung der Internetwelt, sondern auch bei der Speicherung von Daten: im Cloud-Geschäft, der Auslagerung von Unternehmens-Daten auf externe Server. Das Geschäft mit Datenzentren überzeugte im Schlussquartal.

Cisco hatte Anleger erst im Mai auf schwächere Geschäfte eingestellt und zugleich einen weiteren Stellenabbau angekündigt.

bs

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