Agrarchemie

Syngenta-Schriftzug

Frist verlängert Chinesen sind geduldig mit Syngenta

Stand: 06.09.2016, 10:44 Uhr

ChemChina will Syngenta scheinbar unbedingt übernehmen und ist bereit, zu warten. Bereits zum dritten Mal verlängert der staatliche Chemiekonzern die Annahmefrist für die Aktionäre.

Die Frist wurde verlängert, das Angebot bleibt gleich. Für die Übernahme des Schweizer Agrarchemiekonzerns bietet die China National Chemical Corporation, kurz ChemChina, 43 Milliarden US-Dollar. Pro Aktie will sie 465 US-Dollar zahlen, umgerechnet sind das zur Zeit 416 Euro. Das liegt deutlich über dem aktuellen Kurs der Aktie.

Die Übernahme zieht sich. Schon im Februar hatte ChemChina angekündigt, Syngenta aufkaufen zu wollen. Zuletzt sollten sich die Aktionäre bis zum 13. September entschieden haben. Jetzt wurde die Frist bis zum 8. November verlängert - weitere Verlängerungen nicht ausgeschlossen.

Langwieriger Prozess

Dem Zusammenschluss der Chemiekonzerne legen sich scheinbar immer neue Steine in den Weg. Bis Ende August bangten die Unternehmen, ob die Übernahme überhaupt genehmigt werden würde. Größter Gegner: Das Committee on Foreign Investment in the United States, kurz CFIUS. Doch das Aufsichtsgremium, das Übernahmen auch unter dem Gesichtspunkt der nationalen Sicherheit prüft, gab den Weg für die Chemie-Hochzeit frei.

Die größte Hürde schien genommen. Doch es kommt noch immer nicht zum Abschluss. Es fehlen weitere Genehmigungen von Kartell- und Zulassungsbehörden. Ganz zu schweigen von der noch nicht erreichten Annahmequote.

ChemChina und Syngenta sind aber optimistisch. Die beiden Chemiekonzerne rechnen fest damit, dass die Übernahme bis zum Ende des Jahres gelingen wird.

al