In einem VW-Logo sjpiegelt sich eine chinesische Flagge
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Deutsche Glücksgefühle im Reich der Mitte VW, BMW und Daimler: Jedes dritte Auto fährt in China

Stand: 21.11.2017, 11:14 Uhr

In China rollen Autos Made in germany millionenfach durch die Straßen. Besonders Volkswagen, aber auch Daimler und BMW sind blendend im Geschäft. Laut einer aktuellen Studie von Ernst & Young stehen die Chancen auf Wachstum im Reich der Mitte weiter gut.

Die Erlöse und Absatzzahlen auf dem riesigen Automarkt China sind aus deutscher Sicht überaus positiv. In den Monaten Juli bis September steigerten die drei deutschen Unternehmen ihren Absatz in Richtung China um sechs Prozent. Der Gesamtmarkt wuchs im selben Zeitraum nur um drei Prozent.

Plätze eins, acht und neun

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Für den Volkswagen-Konzern ist China derzeit in mehrfacher Hinsicht das "gelobte Land". Die Wolfsburger konnten im dritten Quartal ihre Stellung als Marktführer verteidigen. Mit knapp 1,1 Millionen verkauften Fahrzeugen ist das Unternehmen hier erneut Spitzenreiter. Auf den Plätzen folgen General Motors (GM) mit 0,98 Millionen und - bereits weit abgeschlagen - Honda mit 0,4 Millionen verkauften Autos. Der Erzrivale um die weltweite Marktführerschaft, Toyota, verkaufte mit 0,34 Millionen Stück nur etwa ein Drittel so viele Fahrzeuge in China wie die Wolfsburger.

Im Ranking, das Ernst & Young (EY) am Dienstag veröffentlichte, rangiert Daimler auf dem achten Rang. 160.000 Autos der Stuttgarter wurden im Quartal in China verkauft. Der Münchener BMW-Konzern liegt mit 134.000 verkauften Sportwagen knapp dahinter auf Platz neun.

Ein Drittel der Produktion geht nach China

Die Anteile, die der Automarkt China am Gesamtabsatz der drei deutschen Konzerne haben, zeigen eine zunehmende Abhängigkeit vor allem von VW: Wie im vergangenen Jahr lag der Anteil der Wolfsburger bei 43 Prozent. Bei Daimler werden 20 Prozent aller Autos für den Markt in Fernost produziert, bei BMW 23 Prozent. Im Schnitt wird also jedes dritte Auto eines deutschen Hersteller in China verkauft.

Der großen Abhängigkeit vom Markt in China stehen auch große Chancen gegenüber, wie Peter Fuß, Partner bei EY betont: "In China wird gerade mit Hochdruck an der Mobilität der Zukunft gearbeitet. Das Land entwickelt sich zum weltweiten Leitmarkt für Elektromobilität und vernetztes Fahren". Für die deutschen Hersteller dürfte es darum darauf ankommen, gerade in diesen Bereichen in China zu punkten. Nicht von ungefähr hat VW vor wenigen Tagen Milliardeninvestitionen in China im E-Auto-Bereich angekündigt.

Duell mit Toyota bleibt eng

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Im Dauerduell mit dem japanischen Konkurrenten Toyota hat VW zwar in China die Nase vorn. Weltweit verkauften die Japaner aber im dritten Quartal mit 2,6 Millionen Fahrzeugen etwas mehr als die Wolfsburger (2,5 Millionen). Auf Platz drei folgt General Motors mit 2,3 Millionen verkauften Autos.

AB