Schild mit den Schriftzügen von Media Markt und Saturn vor der Firmenzentrale
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Wieder schwarze Zahlen Ceconomy: Niedergang gestoppt?

Stand: 21.05.2019, 09:03 Uhr

Der Elektronikhändler Ceconomy mit seinen Töchtern Media Markt und Saturn hat auch im abgelaufenen Quartal einen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Doch operativ scheint der Niedergang gestoppt.

Das Ebitda sank im zweiten Geschäftsquartal zwar um 20 Millionen auf 83 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Morgen mitteilte. Bereinigt und ohne die Beteiligung an dem französischen Elektronikhändler Fnac Darty blieb das Ergebnis mit 80 Millionen Euro in etwa stabil.

Unter dem Strich schrieb Ceconomy, das sich in einem tiefgreifenden Umbau befindet, mit 20 Millionen Euro wieder schwarze Zahlen. Im Vorjahr hatte noch ein Verlust von 47 Millionen gestanden, nachdem Ceconomy erhebliche Abschreibungen auf die Beteiligung an der früheren Konzernmutter Metro vornehmen musste.

Jahresprognose bestätigt

Die Jahresprognose bestätigte der Konzern. Die Düsseldorfer erwarten weiter ein leichtes Umsatzwachstum bei einem leichten Rückgang des operativen Ergebnisses.

Allerdings ist der Umsatz, bereinigt um Währungseffekte und Portfolioänderungen, erneut gesunken, um 1,1 Prozent auf fünf Milliarden Euro. Ceconomy erklärte den Rückgang mit dem späten Osterfest sowie einem schwachen Geschäft in West- und Südeuropa. Die Umsätze aus dem Onlinehandel stiegen dagegen um 13,4 Prozent und erreichten einen Anteil von 13,9 Prozent am Gesamtumsatz.

Sparprogramm wird verschärft

Dass sich das Ergebnis trotzdem stabilisierte, verdankt das Unternehmen seinem Sparprogramm. Das wird auch in diesem und den kommenden Jahren fortgesetzt. Damit sollen die Kosten um 110 bis 130 Millionen Euro pro Jahr gesenkt werden, zum größten Teil bereits im kommenden Geschäftsjahr 2019/20.

Wie viele Arbeitsplätze dabei wegfallen sollen, erklärte Ceconomy zunächst nicht. Die Kosten, die zunächst für das Programm anfallen, wurden auf 150 bis 170 Millionen Euro beziffert.

lg