Modell einer Intraokularlinse, die bei Grauem Star die natürliche Augenlinse ersetzen kann

Augenheilkunde bleibt Standbein Carl Zeiss schärft den Blick

Stand: 12.02.2018, 08:16 Uhr

Der Medizintechnik-Spezialist startet mit soliden Zahlen ins erste Quartal seines neuen Geschäftsjahres. Beide Unternehmensbereiche wachsen weiter stetig. Allerdings belasten Währungseffekte die Umsatz- und Ergebnisausbeute.

Besonders in der Region "Americas", aber auch im asiatischen Raum sorgte der starke Euro dafür, dass das Wachstum nicht noch üppiger ausfiel. In beiden Regionen halbierte der gestiegene Eurokurs die Umsatzzuwächse zumindest, in "Americas" etwa von 11,8 auf 3,9 Prozent Umsatzwachstum in Euro gerechnet.

Im Gesamtkonzern und einschließlich der Heimatregion Europa kletterten die Erlöse so "nur" um 5,3 Prozent, währungsbereinigt wären es 9,5 Prozent gewesen. Insgesamt schaffte das Unternehmen einen Umsatz von 294,7 Millionen Euro im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres 2017/18.

Ebit-Marge stabil

Auch beim Blick auf das Ergebnis lohnt sich ein zweiter Blick. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) verdiente Carl Zeiss Meditec zwar nach 44,2 nur noch 38,9 Millionen Euro. Das TecDax-Unternehmen hatte allerdings im Vergleichsquartal des Vorjahres einen Sondererlös auf dem Verkauf von Vermögenswerten in Kanada verbucht. So ging auch das Ergebnis pro Aktie von 0,38 auf 0,32 Euro im Quartal zurück.

Die Ebit-Marge, also das operative Ergebnis in Relation zum Umsatz konnte allerdings von 13,4 auf 13,5 Prozent gesteigert werden. Hier geht der Konzern in seiner mittelfristigen Prognose weiterhin davon aus, 14 bis 156 Prozent Marge zu erreichen.

Weiterhin ist der Bereich Augenheilkunde der mit Abstand größte Bereich. Hier entstanden 216,3 Millionen Euro der Erlöse. Carl Zeiss entwickelt und vertreibt hier Produkte zur Augendiagnostik, Laser zur Augenkorrektur und Intraokularlinsen für die Behandlung von grauem Star.

Kleine, aber feine Mikrochirurgie

Der kleinere aber wachstumsstärkere Bereich ist der der Mikrochirurgie, in dem das Unternehmen unter anderem Operationsmikroskope herstellt. Er schaffte Erlöse von 78,4 Millionen Euro.

Die Aktie von Carl Zeiss Meditec ist seit Jahren einer der Renner im Technologieindex. Auf Sicht von zwölf Monaten legte der Titel 36 Prozent zu, binnen fünf Jahren hat sich der Titel glatt verdoppelt.

AB