Mikroskop mit Carl Zeiss-Schriftzug
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Überflieger aus Jena Carl Zeiss Meditec: Der ostdeutsche Vorzeigekonzern

Stand: 07.12.2018, 08:58 Uhr

Zu den wenigen Erfolgsgeschichten ostdeutscher Unternehmen an der Börse zählt Carl Zeiss Meditec. Der Medizintechnik-Konzern aus Jena hat gerade erst den Aufstieg in den MDax geschafft. Am Freitag folgen starke Jahreszahlen.

Gute Geschäfte in Asien und Amerika haben dem Spezialisten für Ausrüstungen zur Diagnose und Behandlung von Augenerkrankungen beflügelt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 verdiente Carl Zeiss operativ neun Prozent mehr als im Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte auf 197 Millionen Euro.

Der Umsatz stieg um fast acht Prozent auf 1,28 Milliarden Euro. Damit wurde die im Sommer erhöhte Jahresprognose erreicht.

Optimistischer Ausblick

Für das neue Geschäftsjahr 2018/19 peilt das Medizintechnik-Unternehmen ein Wachstum mindestens auf dem Niveau der zugrunde liegenden Märkte an. Die Ebit-Marge soll zwischen 14 Prozent und 16 Prozent liegen.

Die Anleger reagieren erfreut. Die Aktien ziehen vorbörslich um drei Prozent an. Auf Einjahres-Sicht  haben die Titel fast 30 Prozent zugelegt. Mit 76,85 Euro wurde im August ein Rekordhoch erklommen. In den letzten drei Jahren hat sich der Kurs von Carl Zeiss Meditec fast verdreifacht.

Aufstieg in den MDax

Am Mittwochabend gab es den Ritterschlag: Künftig wird das Jenaer Unternehmen nicht nur im TecDax, sondern auch in der zweiten deutschen Börsenliga, dem MDax vertreten sein.

Neben Lasern zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten und künstlichen Linsen stellt Zeiss Meditec auch Operationsmikroskope her. Das Unternehmen beschäftigt rund 3.000 Mitarbeiter im In- und Ausland.

nb