Burberry

Sparanstrengungen und neues Design Burberry-Zahlen recht kleidsam

Stand: 16.05.2018, 15:13 Uhr

Der britische Modekonzern steckt in einem umfassenden Umbau und scheint gestärkt daraus hervor zu gehen. Die Zahlen zum Übergangsjahr 2017/18 lassen auf weitere Besserung hoffen.

Die Aktie, die im britischen Auswahlindex FTSE 100 notiert, legte am Mittwoch rund ein Prozent zu und könnte damit den Schwung der vergangenen Monate aufrechterhalten. Das Geschäftsjahr 2017/18, das bis Ende März lief und unter dem Zeichen eines "Übergangsjahres" stand, konnte mit ordentlichen Kennziffern abgeschlossen werden.

Weniger Geschäfte, mehr Gewinn

So sank der Umsatz des britischen Konzerns zwar im Berichtszeitraum um ein Prozent auf 2,73 Milliarden Pfund (3,11 Milliarden Euro). In dem Geschäftsjahr wurde allerdings die Zahl der Läden netto um 20 verringert: Während 34 der Geschäfte geschlossen wurden, gab es nur 14 Neueröffnungen. Insgesamt verfügt das Unternehmen nun über 449 eigene Läden. Auf vergleichbarer Ladenfläche steht eine Steigerung um drei Prozent zu Buche.

Regional lief es laut Burberry im Geschäftsjahr vor allem im Heimatmarkt Großbritannien, aber auch in den USA und in der Region Asien-Pazifik gut. Im Großhandelsgeschäft machte sich ein weiterer Teil des Strategieschwenks bemerkbar. Der Großhandelsumsatz schrumpfe durch die Ausgliederung der Beauty-Sparte um 14 Prozent auf 526 Millionen Pfund.

Auf der Ergebnisseite konnte Burberry trotz der Umbaumaßnahmen ein Plus von zwei Prozent auf 294 Millionen Pfund erreichen. Operativ verdiente der Konzern mit 453 Millionen Pfund sogar vier Prozent mehr als im vorherigen Geschäftsjahr.

Neues Design soll helfen

Nicht zuletzt will sich das Unternehmen auch durch die Berufung eines neuen Chefdesigners neu aufstellen. Vorstandschef Marco Gobbetti hatte dazu im März mit Riccardo Tisci einen Vertrauten an Bord geholt und wollte damit ein Signal auch für einen optischen Neuanfang setzen. Burberry will sich stärker auf den Luxusbereich fokussieren.

Die Peilung für das laufende Geschäftsjahr bei den Briten steht jedenfalls. Allerdings müssen sich Anleger mit einem "weitgehend stabilen" Jahr nach Umsatz einstellen, weitere Geschäfte sollen geschlossen werden. Die bereinigte operative Marge soll ebenfalls unverändert bleiben. Richtig gewinnträchtig wird des für Burberry wohl erst im Folgejahr 2019/20.

Aktie liegt im Aufwärtstrend

Die Burberry-Aktie ist seit Anfang Februar in klarem Erholungsmodus: Von seinem Tief bei unter 17 Euro im Frankfurter Handel hat sich der Titel binnen rund drei Monaten über die Marke von 20 Euro gekämpft und notiert derzeit bei 20,90 Euro. Das Rekordhoch von 26 Euro aus dem Jahr 2015 ist allerdings noch ein gutes Stück entfernt.

AB