Porträt von Warren Buffett vor einem Dollarregen

Apple und Bank of America gekauft Buffett wirft IBM über Bord

Stand: 15.11.2017, 11:44 Uhr

Der Großinvestor baut seine Anteile an "Big Blue" immer weiter ab. Im Portfolio seiner Holding Berkshire Hathaway setzt Warren Buffett lieber auf US-Banken, die Airlinebranche - und Apple.

Über die Zusammensetzung des Portfolios bei Berkshire gibt Buffett quartalsweise detailliert der US-Börsenaufsicht SEC in so genannten "Filings" Rechenschaft. Für den Finanzmarkt sind die Publikationenen, in denen allen Aktien im Beteiligungs-Kreis des Investors detailliert aufgelistet sind, stets ein wichtiger Hinweis: Welche Unternehmen und Branchen sind bei Buffett stark vertreten, aus welchen zieht er sich zurück?

Raus mit IBM...

Gravierendste Änderung im dritten Quartal war der weitere Abbau von Buffetts Beteiligung an dem einstigen Computer-Giganten IBM, dessen Geschäftsmodell sich in den vergangenen Jahren immer weiter in Richtung Software und Beratung verschoben hat. Die Aktie trippelt seit Jahren auf und ab, zuletzt wieder Richtung Süden. Buffett hält nach 54 Millionen Papieren vor drei Monaten nun nur noch 37 Millionen Aktien. Ende 2016 hatte Berkshire noch mehr als 80 Millionen IBM-Anteilsscheine im Depot. 5,5 Milliarden Dollar schwer ist die Position noch immer.

... noch mehr Apple...

Dagegen kommt Apple bei dem Milliardär inzwischen auf einen Depotwert von 20,7 Milliarden Dollar. Etwa vier Millionen Stück hat er in den vergangenen Monaten zugekauft und hält nun 134 Millionen Apple-Aktien.

Weiterhin stark investiert ist Buffett weiterhin im Airline- und US-Bankensektor. Hier hält er neben Wells Fargo, der US-Bancorp und der Bank of New York Mellon inzwischen einen Riesenanteil an der Bank of America. Mit fast 700 Millionen Anteilsscheinen im Wert von rund 18 Milliarden Dollar ist Berkshire Hathaway zum größten Aktionär des Bankhauses aufgestiegen.

... ganz viel BoA

Das Engagement geht auf die Finanzkrise vor fast zehn Jahren zurück. Buffett griff der Bank durch seinen Einstieg in der Krise unter die Arme und wandelte Ende August seine damals gekauften Optionen in Aktien des Instituts um. Das Geschäft erlaubte ihm, die Papiere zu jeweils 7,14 Dollar zu erwerben also zu einem Viertel des derzeitigen Kurses. Buffett kontrolliert damit Reuters-Daten zufolge rund 6,6 Prozent der Anteile an der zweitgrößten US-Bank.

AB