Warren Buffett
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"Orakel von Omaha" sitzt auf Rekordreserven Buffett und sein 128-Milliarden-Dollar-Problem

Stand: 03.11.2019, 13:08 Uhr

Nach dem schwachen zweiten Quartal hat sich Börsenguru Warren Buffett wieder gefangen. Im dritten Quartal steigerte seine Investmentfirma Berkshire den Gewinn kräftig. Jetzt hat Buffett so hohe Cash-Reserven wie nie. Doch wohin damit?

Dank des guten Versicherungsgeschäfts verdiente Buffetts Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway in den drei Monaten von Juli bis Ende September operativ 7,9 Milliarden Dollar. Das war rund eine Milliarde mehr als im Vorjahreszeitraum.

Seit vier Jahren kein großer Deal

Buffett saß zuletzt auf überschüssigen Cash-Reserven im Rekordwert von 128 Milliarden Dollar, was den Anlagedruck auf die 89-jährige Investorenlegende weiter erhöht. An den Märkten wird schon lange auf Buffetts nächsten großen Deal hingefiebert. Doch der Börsen-Guru findet nichts Passendes, was seinen Preisvorstellungen entspricht. Seit vier Jahren hat Buffett aufgrund der hohen Marktpreise keinen großen Zukauf mehr getätigt.

Berkshire Hathaways Nettoüberschuss sank im jüngsten Quartal zwar um 11 Prozent auf 16,5 Milliarden Dollar. Buffett selbst empfiehlt jedoch, dieser Zahl keine große Beachtung zu schenken. Durch den Ausweis unrealisierter Investmentgewinne schwankt sie stark und hat wenig Aussagekraft hinsichtlich des eigentlichen Geschäftsverlaufs.

Das Berkshire-Imperium

Zu Berkshire Hathaway gehören an die 90 Unternehmen, hinzu kommen diverse Aktienpakete börsennotierter Großkonzerne wie Coca-Cola, Wells Fargo, Apple oder seit diesem Jahr auch Amazon. Buffett führt das Konglomerat seit mehr als 50 Jahren und wird wegen seines Riechers für Geldanlagen auch das "Orakel von Omaha" genannt. "Forbes" schätzte sein Vermögen zuletzt auf 85 Milliarden Dollar.

nb