Warren Buffett

Operatives Ergebnis eingebrochen Buffett leidet unter Konjunkturschwäche

Stand: 04.08.2019, 09:57 Uhr

Der US-Staranleger Warren Buffett hat mit seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway einen starken Ergebnisrückgang erlitten. Unter dem Strich blieb zwar mehr hängen, aber der Börsenguru warnt davor, dem Nettogewinn zu viel Bedeutung beizumessen.

Im zweiten Quartal fiel das operative Ergebnis im Jahresvergleich um elf Prozent auf 6,1 Milliarden Dollar (5,5 Milliarden Euro), wie das Unternehmen mitteilte. Das wichtige Versicherungsgeschäft rund um den US-Branchenriesen Geico warf deutlich weniger Geld ab, zudem machte sich die abflauende US-Konjunktur bemerkbar. Experten hatten einen derart starken Rückgang nicht erwartet.

Den Nettoüberschuss steigerte Berkshire zwar von 12,0 Milliarden auf 14,1 Milliarden Dollar. Buffett selbst rät jedoch stets davon ab, dieser Zahl viel Beachtung zu schenken. Seit Einführung einer neuen Bilanzierungsmethode, durch die der Marktwert unrealisierter Investmentgewinne laufend ausgewiesen werden muss, ist das Ergebnis starken Schwankungen unterworfen. Deshalb ist es nach Ansicht Buffetts kein guter Indikator mehr für die Geschäftsentwicklung.

Das „Orakel von Omaha“

Zu Berkshire Hathaway gehören an die 90 Unternehmen, hinzu kommen diverse Aktienpakete börsennotierter Großkonzerne wie Coca-Cola, Wells Fargo, Apple oder seit diesem Jahr auch Amazon. Der 88-jährige Buffett führt das Konglomerat seit mehr als 50 Jahren und wird wegen seines Riechers für Geldanlagen auch das „Orakel von Omaha“ genannt.

Dank seines glücklichen Händchens für Investments zählt Buffett seit Jahren zu den reichsten Menschen der Welt - zuletzt schätzte „Forbes“ sein Vermögen auf 80,5 Milliarden Dollar.

ts/dpa