Warren Buffett

Milliarden-Verluste auch wegen Kraft Heinz Buffett hat ein Ketchup-Problem

Stand: 24.02.2019, 11:55 Uhr

Der Kursrutsch im vierten Quartal 2018 hat Investmentlegende Warren Buffett hart getroffen. Seine Beteiligungsgesellschaft erlitt einen der größten Verluste der Geschichte. Besonders die Beteiligung am Lebensmittelkonzern Kraft Heinz schlägt Buffett auf den Magen.

Berkshire Hathaway musste im Schlussquartal des vergangenen Jahres über drei Milliarden Dollar an Abschreibungen vornehmen. Diese betrafen fast ausschließlich die Beteiligung an Kraft Heinz. Der Nahrungsmittel-Riese hatte Ende der vergangenen Woche Abschreibungen von gut 15 Milliarden Dollar und einen Verlust von über zehn Milliarden Dollar angekündigt. Die Aktien von Kraft Heinz brachen um gut 25 Prozent ein. Dadurch büßte die Beteiligungsgesellschaft Berkshire am Freitag mehr als vier Milliarden Dollar ein. Buffetts Firma hält rund 27 Prozent am US-Lebensmittelkonzern.

Kraft Heinz war aber längst nicht das einzige Sorgenkind in Buffetts Portfolio im abgelaufenen Quartal. Die herben Kursverluste bei zahlreichen anderen Konzernen, an denen Buffett beteiligt ist, machten Berkshire zu schaffen. Alleine die Aktien von Apple stürzten im Zeitraum von Oktober bis Ende Dezember um rund 40 Prozent ab.

Verlust von über 25 Milliarden Dollar

Das alles brockte Buffetts Beteiligungsgesellschaft einen Mega-Quartalsverlust von fast 25,4 Milliarden Dollar ein. Dennoch reichte es zu einem Jahresgewinn von vier Milliarden Dollar. Freilich: So wenig hat Berkshire seit 2001 nicht mehr verdient. 2018 hatte der Gewinn noch bei noch fast 45 Milliarden Dollar gelegen - unter anderem dank der US-Steuerreform.

Operativ dagegen läuft es weiter prächtig für Buffetts Firma. Berkshire konnte 2018 das operative Ergebnis erneut steigern - auf stolze 24,8 Milliarden Dollar. Vor allem die rund 80 mittelständischen Unternehmen, die zu Berkshire gehören, darunter der T-Shirt-Hersteller Fruit of the Loom, die Turnschuh-Marke Brooks sowie der Privatflugzeug-Leaser Net Jets, trugen fast 17 Milliarden Dollar zu diesem Rekordergebnis bei.

Auf der Jagd nach neuen Übernahmezielen

Kein Wunder, dass Buffett von weiteren lukrativen Akquisitionen träumt. Er und sein Kompagnon Charliue Munger seien weiter auf der Jagd, betonte der 88-jährige Star-Investor am Wochenende. "Allein der Gedanke daran lässt unsere Herzen höher schlagen." Allerdings wird es für Buffett immer schwieriger, gute Firmen zu finden. Seit drei Jahren hat er keine größere Übernahme mehr getätigt.

Die Chancen für einen Mega-Deal hält Buffett momentan für gering. "Die Preise für Unternehmen mit langfristig guten Perspektiven sind sehr hoch", schrieb das "Orakel von Omaha" in seinem jährlichen Brief an die Aktionäre. Geld hat Buffett genug. Seine Firma Berkshire sitzt auf Cash-Reserven von über 100 Milliarden Dollar.

nb

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Apple
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