Charlie Munger (l.) und Warren Buffett

Der Taifun kommt oder war schon da Buffett: Wer hat Angst vorm Aktienkauf?

Stand: 23.04.2020, 14:37 Uhr

Die Anleger sind verunsichert, die Pandemie schüttelt die Aktienmärkte kräftig durch. Bislang galt Warren Buffett immer als Fels in der Brandung, der die Nerven behält, auch wenn es hart wird an den Märkten. Ist die Lage derzeit so ernst, dass selbst die Investorenlegende vom Aktienkauf zurückschreckt?

Seit Jahrzehnten schon beobachten die Anleger den Starinvestor Warren Buffett und seine Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway genau. Viele versuchen seine Anlageentscheidungen nachzuvollziehen und möchten tun was er tut, um sich selber ein hübsches Vermögen zusammenzuinvestieren.

Gerade in Krisenzeiten wie diesen ist die Sorge um das Vermögen groß, die wilden Ausschläge an den Finanzmärkten zeigen die Ratlosigkeit vieler Investoren. Was zählt ist Orientierung, für die der Multimilliardär stets gesorgt hat. Was also tut Warren Buffett jetzt?

Liquidität ist Trumpf

In den vergangenen Wochen und Monaten hatte "das Orakel von Omaha" vor allem durch seine Aktienverkäufe auf sich aufmerksam gemacht. Fluggesellschaften standen auf seiner Verkaufsliste, Anteile an Banken wurden gesenkt - Liquidität ist Trumpf. Der 89-jährige Buffett und sein 96-jähriger Vize Charlie Munger haben in ihrem langen Leben an den Finanzmärkten schon alles erlebt.

Buffetts rechte Hand und Vizevorsitzender von Berkshire hatte jüngst dem "Wall Street Journal" (WSJ) gesagt, das Berkshire im Zuge der Corona-Krise konservativ agieren und einige kleinere Unternehmen schließen werde.

Lässt sich nicht in die Karten schauen: Warren Buffett

Warren Buffett: Liquidität ist Trumpf. | Bildquelle: picture alliance / AP Images

Alles klar auf der Andrea Doria?

"Wir sind wie der Kapitän eines Schiffes, wenn der schlimmste jemals dagewesene Taifun kommt", sagte Munger dem "WSJ". Buffett wolle Berkshire schützen für die Menschen, die 90 Prozent ihres Vermögens darin investiert hätten. So ganz auf Sicherheit wird aber auch Berkshire nicht spielen wollen.

Es könnten laut Munger trotzdem Gelegenheiten genutzt und "ziemlich aggressive" Schritte unternommen werden. Wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, wird man ergänzen dürfen.

ts