Borussia Dortmund: Kursverlauf am Börsenplatz Xetra für den Zeitraum 3 Monate

Aktie des Tages BVB: Der schwarz-gelbe Höhenflug

Stand: 09.11.2018, 14:43 Uhr

Bei Borussia Dortmund läuft es derzeit rund. In der Bundesliga hat das Favre-Team noch kein Spiel verloren und ist Tabellenführer, in der Champions-League liegt der BVB auf Achtelfinal-Kurs. Auch die Aktie hat einen guten Lauf. Vor dem Bayern-Spiel steigt sie auf über zehn Euro.

Noch vor vier Monaten dümpelte der Aktienkurs des einzigen börsennotierten deutschen Fußball-Klubs bei unter sechs Euro. Seit dem Beginn der Saison 2018/19 ist aber der Titel richtig in Fahrt gekommen - und hat rund 60 Prozent gewonnen. In dieser Woche kletterte die Aktie erstmals seit 17 Jahren wieder über die runde Marke von zehn Euro. Am Freitag pendelt das Papier erneut um die zehn Euro.

Damit nähert sich das Papier wieder seinem Ausgabepreis. Ende Oktober 2000 wurde die Aktie von Borussia Dortmund zu elf Euro ausgegeben. Danach ging es abwärts. Zeitweise sackte der Kurs gar unter einen Euro.

Champions-League-Achtelfinale in Reichweite

BVB-Trainer Lucien Favre

Lucien Favre. | Bildquelle: picture alliance/Kirchner

Nach dem starken Start in die neue Saison hoffen Anleger auf hohe Millionen-Einnahmen aus Champions-League und DFB-Pokal. Schafft der BVB den Sprung ins Achtelfinale der europäischen Königsklasse, winken zusätzliche TV-Gelder. Nach vier Spieltagen steht das Team von Lucien Favre auf Platz eins und braucht wohl nur noch einen Punkt aus den letzten beiden Spielen, um weiterzukommen.

"Finanziell ist der Verein gut aufgestellt mit einer äußerst erfolgreichen Transferpolitik", meint Analyst Frederik Altmann von der Alpha Wertpapierhandelsbank. So wurde im Sommer 2017 Ousmane Dembélé mit einem Gewinn von etwa 100 Millionen Euro nach Barcelona weiterverkauft.

Die Spielerverkäufe brachten dem BVB einen Rekordumsatz im Geschäftsjahr 2017/18. Die Erlöse kletterten um fast ein Drittel auf 536 Millionen Euro. Die Hälfte davon kam aus dem Transfergeschäft. Der Gewinn verdreifachte sich auf 28,5 Millionen Euro.

Umsatz- und Gewinneinbruch im ersten Quartal

In dieser Saison dürfte es weniger Geld aus den Ablösesummen für weggehende Spieler geben. Im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2018/19 (Juli bis Ende September) erlöste der Verein gerade mal 41 Millionen Euro mit Spielerabgängen, darunter 20 Millionen für den Ukrainer Andrij Jarmolenko. Dafür investierte der Verein 68 Millionen Euro für neue Spieler wie Axel Witsel, Thomas Delaney und Abdou Diallo.

Dadurch schrumpfte der Umsatz im ersten Quartal um fast die Hälfte auf 132 Millionen Euro - nach 225 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Ohne Transfers wären die Erlöse um knapp drei Prozent gestiegen. Der Nettogewinn brach um neun Zehntel auf 5,1 Millionen Euro. Der Bundesliga-Tabellenführer bezahlt die zunehmende sportliche Qualität mit einem Gewinneinbruch.

Die Bayern kommen

Sollte der BVB am Samstagabend das Spitzenspiel gegen den Rekordmeister FC Bayern München gewinnen, könnte die Aktie neuen Schub bekommen. Dann nämlich hätte das Favre-Team einen Vorsprung von sieben Punkten gegenüber dem FC Bayern und könnte tatsächlich von der Meisterschale träumen. Aber noch ist es ein weiter langer Weg zum neunten deutschen Meistertitel.

nb

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